US-Konjunkturdaten
Uneinheitliches Bild der US-Wirtschaft

Zahlreiche US-Konjunktur haben am Freitag ein uneinheitliches Bild der größten Volkswirtschaft der Erde gezeichnet. Während der an der Universität Michigan ermittelte Verbraucherstimmungs-Index für den November stärker als erwartet anstieg, sanken die Einzelhandelsumsätze im Oktober überraschend deutlich.

HB WASHINGTON. Zwar stieg die Industrieproduktion im Oktober, aber der Zuwachs blieb hinter den Erwartungen zurück. Bei den Erzeugerpreisen wurde der stärkste Anstieg seit 7 Monaten registriert, wodurch wieder stärker hervortretende Inflationsgefahren sichtbar wurden.

Vor allem die gute Verbraucherstimmung in den USA hatte zunächst für Kursgewinne an den Aktienmärkte auf beiden Seiten des Atlantiks gesorgt. In der Folge bröckelten die Gewinne jedoch wieder ab und der Dow-Jones-Index rutschte zeitweise sogar ins Minus. Der Uni-Michigan-Index war nach den Ergebnissen der ersten Umfrage auf 93,5 gestiegen, während die Prognose auf 91,6 gelautet hatte. Experten führten als Erklärung hierfür vor allem die verbesserten Aussichten auf dem US-Arbeitsmarkt an. Im Oktober hatten die Beschäftigtenzahl um 126.000 zugenommen, zudem sind die Löhne in den vergangenen drei Monaten leicht angestiegen.

Die US-Erzeugerpreise sind im Oktober sowohl in der Gesamt- als auch in der Kernrate überraschend stark gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legte die Gesamtrate um 0,8% zu, die Kernrate erhöhte sich um 0,5%. Bei beiden Indizes war lediglich ein Plus von jeweils 0,1% prognostiziert worden. Die Experten der Commerzbank vermuten hinter dem deutlichen Anstieg eine anziehende Nachfrage nach industriellen Gütern.

Durch die Daten wurden jüngsten Bemerkungen von Repräsentanten der US-Notenbank unterstrichen, die das Inflationsrisiko wieder stärker betonten. Da es in jüngster Zeit wenige Anzeichen für einen ausgeprägten Inflationsdruck gab, hatte die US-Notenbank erklärt, dass das Zinsniveau voraussichtlich über einen längeren Zeitraum niedrig gehalten werden könne. Die Mitglieder des Offenmarktausschusses scheinen nun ihre Aufmerksamkeit aber wieder verstärkt auf die Inflationsgefahren zu richten. Fed-Chairman Alan Greenspan hatte in der vergangenen Woche erklärt, die Notenbank müsse „wachsam“ gegenüber diesen Gefahren sein.

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