US-Konsumausgaben
Trotz Arbeitslosigkeit sitzt das Geld locker

Die amerikanischen Verbraucher geben weiterhin zunehmend mehr Geld aus. Auch wenn der fünfte Anstieg in Folge geringer ausfiel, als erwartet, legen die US-Bürger nur wenig auf die hohe Kante. Das freut die Wirtschaft, macht aber auch klar, dass der Funke allmählich überspringen muss.
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HB WASHINGTON. Die Amerikaner bleiben trotz hoher Arbeitslosigkeit in Kauflaune. Die privaten Konsumausgaben stiegen im November bereits den fünften Monat in Folge, teilte die US-Regierung am Donnerstag in Washington mit. Das Plus fiel mit 0,4 Prozent aber geringfügig schwächer aus als erwartet. Analysten hatten mit einem Wachstum von 0,5 Prozent gerechnet. Die Einkommen legten mit 0,3 Prozent etwas schwächer zu. Dafür legten die Verbraucher weniger auf die hohe Kante: Die Sparquote sank von 5,4 auf 5,3 Prozent.

Steigende Verbraucherausgaben signalisieren eine Konjunkturerholung der weltgrößten Volkswirtschaft, die zu mehr als zwei Dritteln vom Konsum abhängig ist. Bereits im dritten Quartal waren die Ausgaben mit 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum so stark gestiegen wie seit über drei Jahren nicht. Die Chancen für einen Fortsetzung des Aufwärtstrends stehen gut: Das Verbrauchervertrauen erreichte im Dezember den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Das von Thomson Reuters und der University of Michigan ermittelte Barometer kletterte um 2,9 auf 74,5 Punkte. Grund dafür seien Preisnachlässe im Einzelhandel und bessere Jobaussichten.

Mit Steuersenkungen im Gesamtwert von 858 Milliarden Dollar will die Regierung für zusätzlichen Schwung sorgen. Das in der vergangenen Woche verabschiedete Paket sieht Steuererleichterungen für fast alle Amerikaner vor - vom Geringverdiener bis zum Superreichen. Gleichzeitig wird die Arbeitslosenhilfe erweitert. Manche Experten gehen deshalb von einem zusätzlichen Wirtschaftswachstum von einem Prozentpunkt im Jahr 2011 aus.

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