Vor Weihnachtsgeschäft
Deutsche in Kauflaune

Der GfK-Konsumklimabarometer hält sich nahe eines Sechs-Jahres-Hochs. Zusammen mit Rekordbeschäftigung und niedriger Inflation sehen Marktforscher das als ideale Ausgangslage für das Weihnachtsgeschäft.
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BerlinKurz vor dem Start des Weihnachtsgeschäfts bleiben die Deutschen in Kauflaune. Für November sagen die GfK-Marktforscher zwar ein etwas trüberes Konsumklima voraus. Das Barometer hielt sich aber mit 7,0 Zählern nur um 0,1 Punkte unter dem im Vormonat erreichten Sechs-Jahres-Hoch. „Es bleibt ebenso auf einem überdurchschnittlichen Niveau wie die Konsumneigung und die Einkommenserwartungen der Verbraucher“, sagte Ralf Bürkl von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Donnerstag. „Zusammen mit Rekordbeschäftigung und niedriger Inflation ist die Ausgangslage für das Weihnachtsgeschäft gut.“ Allerdings befürchten Einzelhändler, dass die Politik durch höhere Steuern oder Abgaben noch einen Strich durch die Rechnung machen könnte.

„Wir warnen vor höheren Belastungen der Bürger“, sagte der Sprecher des Branchenverbandes HDE, Kai Falk, mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD. Die Verbraucher seien durch steigende Strompreise schon genug belastet worden. Sollten Union und SPD die Bürger stärker zur Kasse bitten, könne das schnell auf die Kauflaune durchschlagen, erwartet die GfK. „Wenn es um ihren Geldbeutel geht, reagieren die Deutschen sehr sensibel“, sagte Bürkl. Die SPD dringt in den Verhandlungen auf Steuererhöhungen für Vermögende. Die vorherige große Koalition hatte die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent angehoben.

Die Postbank sagt dem Einzelhandel allerdings ein besseres Weihnachtsgeschäft voraus. Sie rechnet mit einem Umsatzplus von gut 1,5 Prozent auf mehr als 80 Milliarden Euro. "Die Kaufbereitschaft der Bundesbürger ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr", sagte Postbank-Chefvolkswirt Marco Bargel.

Die Einzelhändler haben trotz der guten Konsumlaune im September erneut weniger eingenommen. Ihr Umsatz fiel um 0,3 Prozent zum Vormonat. Im August hatte es sogar einen Rückgang von 0,5 Prozent gegeben. Deutlich besser sieht das Bild für die ersten neun Monate aus: Die Umsätze zogen um 1,7 Prozent an. Der HDE erwartet im Gesamtjahr bislang ein Plus von 1,0 Prozent. "Die Entwicklung ist sehr stabil", sagte sein Sprecher Falk. "Besonders gut läuft es im Lebensmittelhandel."

Wie die erste GfK-Umfrage nach der Bundestagswahl unter 2000 Bürgern ergab, schätzen die Verbraucher die Konjunktur-Entwicklung zunehmend optimistisch ein und setzen weiter auf steigende Einkommen. Deshalb erwartet die GfK, dass der private Konsum 2013 um etwa ein Prozent steigt und die Wirtschaft ankurbelt.

Trotz des dritten Rückgangs in Folge bei den Einkommenserwartungen sprach die GfK von einem "immer noch ausgesprochen hohen Niveau". Die leichte Abschwächung könnte zudem mit der höheren sogenannten gefühlten Inflation zu tun haben. "Deutlich gestiegene Nahrungsmittelpreise verringern nach Ansicht vieler Konsumenten die Kaufkraft, so dass der Optimismus der Verbraucher etwas moderater ausfällt", sagte Bürkl. Auch die Anschaffungsneigung bleibt trotz eines leichten Rückgangs nahe dem höchsten Wert seit Dezember 2006. Bürkl verwies dabei auf die niedrigen Zinsen. Deswegen sei das Sparen für die Verbraucher wenig attraktiv.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Lesen Sie doch bitte auch unter http://www.querschuesse.de/deutschland-anhaltent-schlappe-reale-einzelhandelsumsatze/#comment-73389<br/>ich werde den Blog Eigner bitten den Aufsatz frei zu schalten"

  • Lesen Sie doch bitte auch unter
    http://www.querschuesse.de/deutschland-anhaltent-schlappe-reale-einzelhandelsumsatze/#comment-73389
    ich werde den Blog Eigner bitten den Aufsatz frei zu schalten

  • Werte Handelsprawda, die jeden Monat denselben Senf von der Kauflaune zum Besten gibt: Auch im September ist der Einzelhandelsumsatz zum Vormonat "überraschenderweise" einmal mehr gesunken. Um 0,4%, Analysten hatten ein Plus von 0,4% erwartet. So geht das nun seit Monaten.
    Wen also wollen Sie mit Ihrer langweiligen GfK-Propaganda eigentlich noch für blöd verkaufen bzw. einfach nur fürchterlich langweilen ? Es ist doch gut jetzt, Mutti hat Sie doch auch so lieb....

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