Vorgehen gegen Kreditklemme
Bank of England will Hypothekenmarkt stützen

Die britische Notenbank will mit der Ausgabe von Staatsanleihen den heimischen Hypothekenmarkt stützen und so die Auswirkungen der Kreditkrise auf die Verbraucher abfedern. Die Bank of England werde dem Bankensystem Geld zur Verfügung stellen, sagte Finanzminister Alistair Darling am Sonntag der BBC.

HB LONDON. Sie wolle dadurch die Märkte öffnen. Darling will seine Pläne am Montag dem britischen Parlament bekanntgeben.

Die BBC hatte bereits am Freitag berichtet, die Bank of England wolle Staatsanleihen in Höhe von 50 Mrd. Pfund (etwa 64 Mrd. Euro) einsetzen, um der Kreditklemme entgegenzuwirken. Es sei geplant, dass Banken mit Hypotheken besicherte Anleihen gegen die Staatsanleihen tauschen könnten. Damit könnten die Banken-Bilanzen entlastet und mehr Verbraucher-Kredite ausgegeben werden.

Das Vorhaben wäre nahezu identisch mit einem Programm, das in den USA im März vorgestellt wurde. Hinter dem Plan steckt der Gedanke, dass sich die Banken untereinander wieder mehr Geld zu günstigeren Zinsen leihen könnten. Zudem könnte eine Umsetzung bedeuten, dass die Bank of England die Zinsen nicht so drastisch senken muss wie an den Finanzmärkten bislang erwartet.

Regierung und Notenbank stehen seit Monaten unter Druck, gegen die Hypothekenkrise vorzugehen, die die Wirtschaft in Mitleidenschaft zieht und mitverantwortlich für einen Ansehensverlust von Premierminister Gordon Brown ist.

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