Wachstum 2007
IWF korrigiert Prognose für Deutschland stark nach oben

Angesichts der starken Konjunktur in vielen Weltregionen außer in den USA hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognosen für Deutschland überraschend deutlich nach oben revidiert. Die IWF-Prognosen liegen damit wieder etwa auf der Linie der Erwartungen deutscher Wirtschaftsforschungsinstitute, der OECD und der EU-Kommission.

ari DÜSSELDORF. Der Fonds erwartet nach neu vorgelegten Zahlen für Deutschland ein Wachstum von 2,6 Prozent in diesem Jahr – 0,8 Punkte mehr als im April prognostiziert. Die Voraussage 2008 wurde um einen halben Prozentpunkt auf 2,4 Prozent angehoben.

Auch die Voraussagen für die Euro-Zone wurden vom IWF nach oben korrigiert, allerdings in wesentlich kleinerem Umfang. 2007 erwartet der Fonds demnach, dass die Wirtschaft in der Euro-Zone insgesamt wie die deutsche um 2,6 Prozent wächst, 2008 sollen es 2,5 Prozent sein. Das wären 0,3 bzw. 0,2 Prozentpunkte mehr als im April erwartet.

Zu den Änderungen trug entscheidend bei, dass die weltwirtschaftliche Dynamik im ersten Halbjahr trotz der US-Schwäche wesentlich kräftiger war als vom IWF im Frühjahr angenommen. In der Euro-Zone und Japan sei das Wachstum oberhalb des Trends geblieben, erläutert der Fonds. Dabei habe es auch einige willkommene Anzeichen dafür gegeben, dass die Binnennachfrage jetzt eine zentralere Rolle bei der Wirtschaftsexpansion spiele.

Die Weltwirtschaft sieht der IWF mit jeweils 5,2 Prozent in beiden Jahren kaum schwächer wachsen als 2006 (5,5 Prozent). Im April hatte er mit unter fünf Prozent gerechnet. Die Voraussage für die USA im Jahr 2007 setzte der Fonds hingegen um 0,2 Punkte auf 2,0 Prozent tiefer.

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