Wirtschaftskrise
Briten erleiden historischen Konjunktureinbruch

Die britische Wirtschaft hat im Frühjahr den heftigsten Konjunktureinbruch seit Mitte der 50er Jahre erlitten: Gegenüber dem Vorjahresquartal ging die Wirtschaftsleistung um 5,6 Prozent zurück.

HB LONDON. Die vorläufigen Berechnungen legte das Nationale Statistikamt am Freitag in London vor. Die Stärke des Einbruchs in Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise überraschte selbst Experten, die nur mit einem Minus von 5,2 Prozent gerechnet hatten. Im dominierenden Dienstleistungssektor schrumpften die Geschäfte so stark wie noch nie seit Beginn der Statistik, ebenso im Baugewerbe.

Zum Vorquartal sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,8 Prozent. Analysten hatten lediglich ein Minus von 0,3 Prozent erwartet. Seit Jahresbeginn ist die britische Wirtschaft mit dem führenden Finanzstandort London damit bereits seit Anfang 2008 um 5,7 Prozent geschrumpft. Die Daten sind ein herber Rückschlag für die Hoffnungen auf eine baldige Konjunkturwende in Großbritannien.

Der Internationale Währungsfonds sagt für Großbritannien in diesem Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 4,2 Prozent und für 2010 nur ein minimales Wachstum von 0,2 Prozent voraus. Damit fallen die Schätzungen deutlich pessimistischer aus als die der Labour-Regierung, die 2009 von einem Minus von rund 3,5 Prozent ausgeht und für 2010 bereits wieder ein Wachstum von bis zu 1,5 Prozent erwartet.

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