Zinspause der Fed fortgesetzt
Fed lässt US-Leitzinsen unverändert

Die US-Notenbank hat die Leitzinsen wie erwartet unverändert gelassen und damit ihre Zinspause fortgesetzt. Es war das zweite Mal hintereinander, dass die Fed auf eine Änderung verzichtete, nachdem der Satz zuvor 17 Mal in Folge angehoben worden war. Zugleich deutete die Fed auch an, weiter die Zügel straff zu halten.

HB WASHINGTON. Nach der Entscheidung der Währungshüter liegt der Schlüsselzins in der weltgrößten Volkswirtschaft weiter bei 5,25 Prozent und damit deutlich über dem Niveau der Euro-Zone von 3,00 Prozent. Wegen des unerwartet geringen Preisauftriebs in den vergangenen Monaten war an den Märkten weithin mit keiner weiteren Zinserhöhung gerechnet worden.

Wie die der Offenmarktausschuss (FOMC) der Federal Reserve am Abend mitteilte, geht er davon aus, dass der Inflationsdruck von einem langsameren Wirtschaftswachstum gemindert werden wird. Zugleich deutete er seine Bereitschaft zu einer weiteren geldpolitischen Straffung an, indem er erklärte, weitere Zinserhöhungen seien vom Ausblick sowohl für Inflation als auch Wirtschaftswachstum abhängig.

Wie bereits am 8. August fiel die Entscheidung nicht einstimmig. Der Präsident der Richmond Fed, Jeffrey Lacker, votierte erneut für eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte.

In der Zinsentscheidung heißt es weiter, die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums setze sich fort, worin die Abkühlung des Markts für Wohnimmobilien zum Ausdruck komme. Auf der anderen Seite verwies das Gremium auf anhaltende Inflationsrisiken. So heißt es im Zinsbeschluss, die Kerninflation sei weiter erhöht. Zudem hätten eine hohe Ressourcenauslastung sowie Energie- und andere Rohstoffpreise das Potenzial, anhaltenden Inflationsdruck zu erzeugen.

Die Fed hatte Anfang August ihre zweijährige Serie 17 kleiner Zinsanhebungen unterbrochen. Die Entscheidung für eine solche Zinspause war dem Protokoll der Sitzung zufolge mit äußerst knapper Mehrheit gefallen. Die anschließenden Konjunkturdaten bestätigten die Notenbanker aber in ihrem Beschluss: Einige Wirtschaftsindikatoren, etwa zum Immobilienmarkt, fielen überraschend schwach aus, und der Inflationsdruck ist geringer als erwartet. Insgesamt sehen Analysten keine Gefahren für eine Überhitzung der US-Wirtschaft.

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