Zehn Jahre Afghanistan-Krieg
Die Nato zieht eine ernüchterte Bilanz

Sie wollten den Terrorismus bekämpfen und Demokratie an den Hindukusch bringen. Inzwischen wollen viele Nato-Staaten nur eines: so schnell wie möglich wieder raus aus Afghanistan. Doch das ist leicht gesagt als getan.

BrüsselZehn Jahre ist es am Freitag her, dass der Krieg in Afghanistan begonnen hat. Vor allem die USA zogen mit großen Worten in den Feldzug gegen den Terrorismus, den sie pathetisch „Enduring Freedom“, zu deutsch dauerhafte Freiheit tauften. Die Terrocamps sollten zerstört, die Taliban vertrieben und Afghanistan demokratisiert werden.

Nach zehn Kriegsjahren und rund 2500 gefallenen Nato-Soldaten ist Ernüchterung eingekehrt. „Die Ziele waren zu hoch“, gab der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Stern“ unumwunden zu.

Längst laufen in den Verteidigungsministerien und Stäben der Bündnispartner Pläne für den Abzug. Bis 2014 will die...

 
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