EM-Sieg gegen Ukraine
Eine Blaupause für Jogis Turnierplan

Die zentrale Achse des DFB-Teams funktioniert: Neuer ist elfter Feldspieler, Boateng eröffnet das Spiel, Kroos baut auf, Özil passt in die Gasse und Götze schließt ab. Was Löw noch im Köcher hat. Eine Analyse.

LilleNein, ein Fußballfest war das nicht, was sich den Fans da im Stade Pierre-Muaroy in Lille am Sonntag geboten hat. Ja, die deutsche Fußballnationalmannschaft hat die Ukraine zum EM-Auftakt mit 2:0 (1:0) geschlagen. Die Leistung?

Durchaus ansprechend, aber wer sich ein Spektakel ähnlich dem 4:0 gegen Portugal vor zwei Jahren bei der WM erhoffte, der durfte sich enttäuscht fühlen. Praktisch ist das aber wohl der einzige Grund, weswegen man von dem Spiel enttäuscht sein kann.

Bundestrainer Joachim Löw musste seine Elf in den vergangenen Monaten mehrmals unplanmäßig umstellen. Gerade die Innenverteidigung traf es hart. Hummels-Ersatz Antonio Rüdiger hatte beim abschließenden Test gegen Ungarn vor gut einer Woche einen überzeugenden Eindruck hinterlassen, ein Kreuzbandriss im Training stoppte den jungen Verteidiger brutal. Für ihn kam Shkrodan Mustafi – der Mann, der den 1:0 Führungstreffer erzielte und auf ganzer Linie überzeugte.

EM-Spiel gegen Ukraine: Die Reaktionen im Netz
Bastian Schweinsteiger
Thomas Müller
Boateng als Neuer
# Jubel nach Schweinis Tor

SCHWEINI!! 🎉💕🙌⚽️🐷🤓 #GERUKR #euro2016 #em2016 #firstneverfollows

Ein von Revolverheld (@revolverheld) gepostetes Foto am

Nach Schweinis Tor
Lob für Kroos
Der Spieler des Spiel
Die Szene des Spiels
Mein Nachbar
Kinderschokolade
Fan
Fanmeile
Ein richtiger Tipp

Was das heißt? In erster Linie, dass Jogi Löw Recht hat. Die Partie gegen die Ukraine war, trotz aller Fehler und Schwächen, eine erste Blaupause für den Turnierplan des Trainers. Bis auf Mustafi ließ er genau die Elf ran, die auch in Gelsenkirchen starten durfte.

Taktisch ist die Marschrichtung klar: Disziplin, Ruhe, Ballbesitz und –Kontrolle. Die Vorliebe Löws für diese eher spanische Spielweise ist nicht neu. Es ist jedoch inzwischen beeindruckend zu sehen, wie der Bundestrainer seine Mannschaft sukzessive weiterentwickelt. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2006 rückte das Team Turnier für Turnier in die Weltspitze zurück.

War das WM-Halbfinale 2006 noch ein Zufallsprodukt aus Spielfreude, Leidenschaft und der Euphorie des Heimvorteils, zeigte sich schon 2008 die Handschrift des zum Chef aufgerückten Klinsmann-Assistenten. Das war nicht immer schön anzusehen, trug die DFB-Auswahl aber bis ins Finale, wo Spanien der jungen Mannschaft die Grenzen aufzeigte.

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