Nächster Gegner der DFB-Elf
Nigeria bereits mit dem Rücken zur Wand

Als amtierender Afrika-Meister hat sich Nigeria durchaus Chancen auf den Titel ausgerechnet. Die 0:1-Niederlage gegen Frankreich sorgte allerdings Ernüchterung. Gegen Deutschland muss nun unbedingt ein Sieg her.
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Sinsheim/FrankfurtNigeria steht bei der Frauen-Fußballweltmeisterschaft nach dem 0:1 im Auftaktspiel gegen Frankreich bereits stark unter Druck. Nun muss der Afrikameister ausgerechnet gegen Weltmeister Deutschland am Donnerstag in Frankfurt punkten, um in der Gruppe A seine Chancen auf den Viertelfinal-Einzug zu wahren. Die Flinte ins Korn werfen wollen die „Super-Falken“ aber nicht. „Deutschland ist gut, sie sind der Titelverteidiger“, sagte Trainerin Ngozi Uche nach der Frankreich-Partie am Sonntag in Sinsheim. „Aber es gibt kein Team, das man nicht schlagen kann.“

Fußball sei schließlich „ein Spiel, man weiß vorher nie, wie es ausgeht.“ Als besonderen Ansporn sieht Uche die etwas unglückliche Final-Niederlage gegen die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei der U-20-WM im vergangenen August. Damals sorgte Kim Kulig erst in der Nachspielzeit mit ihrem Tor zum 2:0 für die endgültige Entscheidung. „Wenn wir uns davon inspirieren lassen, können wir zumindest ein Unentschieden erreichen“, meinte Uche, deren Elf gegen Frankreich vor allem am ungenügenden Offensiv-Spiel scheiterte.

Profitieren könnte Nigeria von seinem deutschen Berater Thomas Obliers. Als Bundesliga-Trainer des SC 07 Bad Neuenahr und des FCR Duisburg trainierte er einst deutsche Nationalspielerinnen wie Celia Okoyino da Mbabi, Simone Laudehr oder Inka Grings und kennt sie sehr gut. Er habe viele deutsche Spiele gesehen und sie analysiert, sagte der 43-Jährige und verspricht: „Wir werden bis zum Letzten kämpfen.“ Doch er weiß, dass „der Druck auf uns in Nigeria nun enorm steigen wird. Aber wenn wir das Viertelfinale erreichen, ist alles möglich.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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