Schiedsrichter bei der Frauen-WM
Jede blamiert sich so gut sie kann

Die Schiedsrichterinnen fügen sich bei der Frauen-WM nahtlos in die Reihe krasser Fehler ihrer männlichen Kollegen ein. Meist fehlt ihnen schlicht Erfahrung und Spielpraxis. Die Fifa reagiert wie immer - sie schweigt.
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FrankfurtBlackout und Pannen: Die Schiedsrichter-Diskussion hat nun auch die Frauen-Weltmeisterschaft eingeholt - Südafrika 2010 lässt grüßen. Mit dem nicht geahndeten Handball-Spiel von Äquatorialguineas Abwehrspielerin Bruno leistete sich die ungarische Unparteiische Gyoengyi Gaal einen in der Fußball-Geschichte denkwürdigen Fauxpas.

Nein, Sonia Denoncourt (Kanada), Schiedsrichter-Abteilungsleiterin der FIFA, steht derzeit nicht für ein Interview zur Verfügung. Dies teilte eine Sprecherin des Weltverbandes am Montag auf Anfrage mit.

Die Spielleiterinnen selbst haben - wie ihre Kollegen bei der Männer-WM - einen Maulkorb. Der Lapsus bei Australiens 3:2-Sieg gegen Äquatorialguinea am Sonntag war aber so eklatant, dass die FIFA ihre Beauftragte Karen Espelund vor die Presse schickte, um Abbitte zu leisten. „Es gab da eine Episode. Wir haben mit der Schiedsrichterin gesprochen. Es tut ihr sehr leid, dass sie das Handspiel übersehen hat“, sagte die Norwegerin.

Bruno hatte den Ball im Strafraum gefangen und mehrere Sekunden in den Händen gehalten - ungestraft. „Also, ich kann es mir eigentlich nur so erklären, dass es da einen Wahrnehmungs- oder Konzentrationsfehler gegeben hat“, sagte der frühere Bundesliga-Referee Lutz Wagner. „Dass es allerdings auch die Assistentin nicht mitbekommen hat, ist ebenfalls unerklärlich.“ Wagner ist heute Schiedsrichterlehrwart beim Deutschen Fußball-Bund.

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