1:4 gegen Everton
Bittere Lehrstunde für Wolfsburg

Bitterer Start für den VfL Wolfsburg in der Europa League: Die Hecking-Elf bekam vom FC Everton eine Lehrstunde in Sachen Effizienz. Die Engländer können sich aber auch bei ihrem Keeper Tim Howard bedanken.
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LiverpoolDer VfL Wolfsburg hat bei seinem Comeback auf der europäischen Fußball-Bühne nach viereinhalb Jahren bitteres Lehrgeld gezahlt. Mit dem 1:4 (0:2)-Debakel beim FC Everton legten die Niedersachsen am Donnerstagabend zum Abschluss der deutsch-englischen Europacup-Woche einen kapitalen Fehlstart in der Europa League hin. Nach dem Eigentor von Keeper Diego Benaglio, der in der 15. Minute einen Schuss von Steven Naismith unglücklich ins eigene Tor lenkte, besorgten Seamus Coleman (45.+1), Leighton Baines (47./Foulelfmeter) und Kevin Mirallas (89.) den K.o. der „Wölfe“, die sich vor 33.000 Zuschauern im Goodison-Park zu viele Fehler leisteten und erst in der vierten Minute der Nachspielzeit durch Ricardo Rodriguez zum Ehrentor kamen. Damit steht der VfL am 2. Oktober gegen den OSC Lille schon unter Zugzwang.

Unrühmliche Begleiterscheinung der Auftaktpartie der Gruppe H waren Handgreiflichkeiten einiger Wolfsburger Fans mit Ordnern und Polizisten. Mehrere Anhänger des VfL wurden abgeführt. Es dauerte minutenlang, ehe sich die Situation wieder beruhigt hatte.

Die Wolfsburger waren vor allem in der Defensive überfordert, wenn die Engländer schlagartig das Tempo erhöhten. Dabei hatte der in der Bundesliga nach drei Spieltagen noch sieglosen VfL das Europa-Comeback selbstbewusst begonnen. Der im Anzug erschienene Trainer Dieter Hecking konnte im Mittelfeld wieder auf den zuletzt angeschlagenen Kevin De Bruyne als Ideengeber zurückgreifen. Angetrieben wurde das Spiel aber vor allem von Maximilian Arnold. Der 20-Jährige wirkte engagiert und einsatzfreudig.

In Benaglio stand noch ein Akteur in der Startelf des VfL, der schon vor 1622 Tagen im vorerst letzten Europacup-Spiel beim FC Fulham mit von der Partie war. Ausgerechnet der Schweizer wurde nach knapp einer Viertelstunde beim ersten gefährlichen Angriff der Engländer zum großen Pechvogel. Von Außenverteidiger Baines kam der Ball auf Naismith, dessen Schuss vom Körper des VfL-Verteidigers Ricardo Rodriguez auf Benaglio prallte. Dieser gab dem Ball bei seiner unglücklichen Rettungsaktion den letzten Tick über die Linie.

Dieser Treffer wirkte wie ein Schock für die Wolfsburger, die ihre Linie verloren und kaum noch zu einem konstruktivem Spielaufbau fanden. Mit Distanzschüssen wie dem von De Bruyne (34.) war Tim Howard im Tor des FC Everton nicht beizukommen. Als seine Vorderleute nach einer Baines-Flanke Coleman nicht am Kopfball hindern konnten, war Benaglio noch vor der Pause abermals geschlagen.

Die Hoffnung auf eine Wende mit der Einwechslung von Aaron Hunt war nach der Pause schnell verflogen, denn mit einem haarsträubenden Fehlpass vor dem eigenen Strafraum leitete Arnold kurz nach Wiederbeginn den endgültigen K.o. für das Hecking-Team ein. Robin Knoche wusste sich gegen Alden McGeady nur noch mit einer unfairen Attacke an der Grenze des 16-Meter-Raums zu helfen, Baines verwandelte den Elfmeter sicher. Das verdiente Ehrentor gelang erst spät.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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