Abschied nach 15 Jahren
Zico geht und „hängt weiter an Japan“

Der Brasilianer Zico hat sich als Nationaltrainer der japanischen Nationalmannschaft verabschiedet und die Heimreise angetreten. "Ich gehe jetzt zwar, aber mein Herz hängt weiter an Japan", so der 53-Jährige.

Der ehemalige Superstar Zico hat sich nach dem enttäuschenden WM-Verlauf als Nationaltrainer Japans verabschiedet. "Das soll kein Abschied für immer sein. Ich gehe jetzt zwar, aber mein Herz hängt weiter an Japan", sagte der 53-Jährige bei seiner Abreise aus Nippon, wo er die letzten 15 Jahre verbracht hat - erst als Spieler, dann als Trainer. "Ich hoffe, Japan wird stark genug, um in der Weltspitze mitmischen zu können und die Spieler verbessern ihr Niveau, indem sie beim Training an das denken, was ihnen noch fehlt", sagte der Brasilianer vor seiner Heimreise.

Der weiße Pele stand vier Jahre lang als japanischer Nationalcoach an der Seitenlinie. Zur WM-Endrunde nach Deutschland war das Team mit der Hoffnung gefahren, ins Halbfinale vorzustoßen. Doch die Japaner scheiterten anders als bei der Heim-WM vor vier Jahren schon in der Vorrunde nach zwei Niederlagen gegen Brasilien (1:4) und Australien (1:3) sowie einem torlosen Unentschieden gegen Kroatien als Tabellenletzter der Gruppe F.

Interesse an Engagement in Europa

"Jetzt werde ich mich eine Weile erholen und über meine Zukunft nachdenken", meinte Zico, der als Spieler selbst dreimal bei einer WM dabei war, jedoch nie den Titel gewann. Schon vor Wochen hatte der ehemalige Weltstar sein Interesse an einem Trainerposten in Europa bekundet.

Wenige Stunden nach dem Abflug des Brasilianers traf sein vermeintlicher Nachfolger Ivica Osim ein. "Dies ist der einzige Ort, an den ich zurückkommen kann", meinte der frühere Nationaltrainer Jugoslawiens, der die Balkan-Kicker bei der WM-Endrunde 1990 in Italien ins Viertelfinale geführt hatte. In den vergangenen vier Jahren arbeitete er beim japanischen J-League-Klub JEF United Chiba.

Das erste Qualifikationsspiel Japans für die Asienmeisterschaft 2007 steht am 16. August im Jemen an.

© SID

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