Achtelfinale greifbar
Leverkusen dreht gegen Valencia spät auf

Der deutsche Vizemeister Bayer Leverkusen hat einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Achtelfinale gemacht. Gegen den FC Valencia brauchten die Rheinländer eine lange Anlaufzeit - drehten dann aber richtig auf.
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LeverkusenErst unterirdisch, dann obenauf: Bayer 04 Leverkusen hat die Tür zur K.o.-Runde in der Champions League in einem verrückten Spiel ganz weit aufgestoßen. Der deutsche Vizemeister gewann gegen den FC Valencia dank einer enormen Leistungssteigerung in Hälfte zwei glücklich 2:1 (0:1) und weist damit nach drei Spieltagen als Zweiter der Gruppe E bereits vier Punkte Vorsprung gegenüber den Spaniern auf, die im Schatten von Topfavorit FC Chelsea härtester Konkurrent der Werkself um Platz zwei gelten.

Andre Schürrle (53.) und Sidney Sam nach genialer Vorarbeit von Michael Ballack (56.) drehten kurz nach der Pause mit ihren jeweils ersten Treffern in der Königsklasse eine Begegnung, in der die Hausherren vor der Pause glasklar unterlegen waren und von Glück sagen konnten, dass sie durch einen Treffer von Jonas (24.) nur 0:1 im Hintertreffen waren.

„Valencia ist eine super spielstarke Mannschaft, wir haben uns hinten rein drücken lassen. Wir wollten in der zweiten Halbzeit drauf gehen, das haben wir geschafft“, sagte Sam. „Der Trainer hat viel abbekommen von der Presse. Man hat gesehen, dass die ganze Mannschaft voll hinter dem Trainer steht“, sagte der starke Schlussmann Bernd Leno.

Valencia, das Leverkusen am 1. November zum Rückspiel erwartet, konnte bislang noch keinen Dreier in der Gruppenphase verbuchen und muss sich gewaltig steigern, um Bayer noch den zweiten Platz streitig zu machen. Vor 26.384 Zuschauern in der ausverkauften BayArena kam Leverkusen vor der Pause gegen die Spanier zunächst kein Bein auf den Boden. Jonas traf zum 1:0 für die Gäste, nachdem Ömer Toprak und Stefan Reinartz zuvor gepatzt hatten. Anschließend verhinderte Bayer-Schlussmann Bernd Leno mit Glanzparaden gegen Jonas und Valencias Torjäger Soldado einen höheren Rückstand. In der 39. Minute hatten Andre Schürrle und Michael Ballack allerdings jeweils eine gute Möglichkeit zum Ausgleich, der allerdings zu diesem Zeitpunkt äußerst glücklich gewesen wäre. Denn zuvor hatten die Gäste 13 Torschüsse abgegeben, die Hausherren keinen einzigen.

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Leverkusen dreht gegen Valencia spät auf

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Ballack der Antreiber

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