Aktionen zur WM
Telekom spricht Kunden und Mitarbeiter an

Die Deutsche Telekom knüpft hohe Erwartungen an die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland: Der Konzern will mit der WM zusätzlichen Umsatz generieren, sein Image polieren und die eigenen Mitarbeiter motivieren. Die Aktionen rund um die WM hat der einstige Monpolist bereits vor zwei Jahren angestoßen.

DÜSSELDORF. Europas größter Telekommunikationskonzern geht davon aus, dass er die Ausgaben für das Mega-Ereignis locker wieder einfährt: Die Bonner rechnen mit einem konzernweiten WM-Umsatz von 250 Mill. Euro, wie Sponsoring-Chef Stephan Althoff dem Handelsblatt erklärt. Dem stünden Kosten in Höhe von etwa 100 Mill. Euro gegenüber. Nach Angaben aus Branchenkreisen hat jeder Top-Sponsor alleine 40 Mill. Euro für den Kauf der Marketing-Rechte vom Weltfußballverband Fifa gezahlt. Die Rechnung der Fifa begleicht die Telekom jedoch nicht nur in bar. "Etwa ein Drittel des Betrages verrechnen wir mit Dienstleistungen, die wir der Fifa zur Verfügung stellen", sagt Althoff. So rüstet die Telekom die Büros der WM-Organisatoren mit Telefonen, Computern und Leitungen aus.

Darüber hinaus hat der Konzern zahlreiche Aufträge an Land gezogen. So überträgt die Geschäftskundensparte T-Systems das Fernseh-Signal von den Spielen in die ganze Welt. Die Festnetzsparte T-Com rüstet die Arbeitsplätze der Journalisten in den WM-Stadien mit der nötigen Infrastruktur aus. In der Münchener Allianz-Arena stellt die Telekom darüber hinaus zwei große Video-Anzeigetafeln und T-Systems liefert ein digitales Betriebsfunksystem für das Stadion-Management.

Experten betonen jedoch, dass die direkten WM-Aufträge für den Umsatz der Telekom ohnehin nicht ins Gewicht fallen. "Die zusätzlichen Einnahmen durch eine Weltmeisterschaft sind für einen Konzern wie die Deutsche Telekom Peanuts", sagt Stefan Steib von der Landesbank Rheinland-Pfalz und Mitautor der Studie "WM 2006 - Fanartikel oder Kick für die Börse?" Die Telekom hat 2005 einen Konzernumsatz von rund 60 Mrd. Euro erzielt.

Trotzdem ist Steib überzeugt, dass sich das WM-Engagement für die Telekom lohnt. "Das ist vor allem langfristig für den Markennamen wichtig, der einen hohen Vermögenswert darstellt", erklärt der Analyst.

Um ihre Marke gezielt mit der WM zu verweben, plant die Telekom diverse Angebote rund um das Fußball-Spektakel. So überträgt die Mobilfunktochter T-Mobile 20 Spiele live auf das Handy. Die Sparte erwägt zudem, Nutzern von Guthabenkarten pro Tor der deutschen Elf einen Bonus gut zu schreiben. Die Festnetzsparte T-Com will während der WM Telefonate in alle Länder verbilligen, die mit Deutschland in einer Gruppe spielen.

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