Fußball
Allofs nimmt Werder-Profis in die Pflicht

Nach den bisher enttäuschenden Leistungen in den Testspielen nimmt Klaus Allofs die Profis von Werder Bremen in die Pflicht. "Man muss auch versuchen, sich gegen eine Niederlage zu stemmen", sagte der Sportdirektor.

Die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison hätte für Werder Bremen bisher durchaus erfolgreicher verlaufen können. Zweimal innerhalb von vier Tagen musste sich der Erstligist zuletzt Zweitligisten geschlagen geben. Die Schlappen gegen Energie Cottbus am vergangenen Freitag (1:2) und 1 860 München am Montag (1:3) passen so gar nicht zu den hohen Zielen der Hanseaten, die gut zwei Wochen vor Saisonbeginn noch weit von ihrer Topform entfernt sind.

"Man muss auch versuchen, sich gegen eine Niederlage zu stemmen. Als wir gegen München in der zweiten Halbzeit müde wurden, habe ich das vermisst. Es war kein Aufbäumen zu erkennen. Man hat gesehen, dass man nur mit spielerischen Mitteln nichts erreichen kann", sagt Sportdirektor Klaus Allofs, der einen erfolgreichen Start in die Bundesliga aber nicht gefährdet sieht: "Sicher läuft es noch nicht rund, aber man muss nicht in Panik verfallen. Wir sind noch nicht in topfittem Zustand. Da darf man keine Wunderdinge erwarten."

"Confed Cup"-Teilnehmer zurück im Training

Immerhin sind die Nationalspieler und "Confed Cup"-Teilnehmer Tim Borowski, Torsten Frings und Patrick Owomoyela nach ihrem Sonderurlaub inzwischen bei der Mannschaft und konnten gegen 1 860 erstmals auflaufen. Auch Stürmer Miroslav Klose, der für den Konföderationen-Pokal wegen einer entzündeten Schleimhautfalte im rechten Knie absagen musste, macht Fortschritte und erzielte gegen die "Löwen" sein erstes Tor nach der Verletzung. Somit ist Allofs auch weiterhin überzeugt, trotz der Abgänge von Abwehrchef Valerien Ismael (Bayern München) und Mittelfeldmotor Fabian Ernst (Schalke 04) einen schlagkräftigen Kader beisammen zu haben.

"Ich bin absolut davon überzeugt, dass wir die Abgänge kompensieren können. Man muss aber bedenken, dass sich die Mannschaft zunächst wieder finden und einspielen muss", meint Allofs, der neben Mittelfeldspieler Jurica Vranjes (VfB Stuttgart), Frings (Bayern München) und Owomoyela (Arminia Bielefeld) auch Torhüter Tim Wiese (1. FC Kaiserslautern) sowie die Abwehrspieler Leon Andreasen (Aarhus GF) und Jelle van Damme (FC Southampton) an die Weser holte.

Katsouranis-Transfer weiter offen

Ob Wunschkandidat Konstantinos Katsouranis von AEK Athen noch zum Team stoßen wird, ist hingegen weiter offen. "Es sieht danach aus, dass AEK mit dem, was wir geboten haben, nicht zufrieden ist. Jetzt muss man abwarten, wie sich die Sache entwickelt", erklärt Allofs, der den griechischen Europameister aber "noch nicht abgeschrieben" hat: "Sollte der Wechsel nicht zu Stande kommen, haben wir noch andere Spieler auf der Liste."

Im Testspiel gegen den serbischen Meister Partizan Belgrad am Mittwoch ist die gesuchte Neuverpflichtung allerdings noch nicht dabei. "Da muss die Mannschaft anders auftreten, um den letzten Auftritt wieder gutzumachen", fordert Allofs.

© SID

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