Arena-Bau
Karlsruhe bangt um neues Stadion

Auch nach dem Abstieg in die Zweite Bundesliga träumen viele Verantwortliche beim Karlsruher SC von einem neuen Stadion für ihren Verein. Ein Projektentwickler soll den Badenern diesen Traum erfüllen und eine Fußballarena für 115 Mio. Euro bauen – doch die Stadt zweifelt die Kalkulation an.

HAMBURG. Nahe der Karlsruher Innenstadt, am Adenauerring, steht das Wildparkstadion. Doch wohl nicht mehr lange. Denn die Spielstätte des Karlsruher SC (KSC) dürfte bald ausgedient haben. Stadt und Verein wollen mit allen Mitteln ein neues Stadion – hier oder anderswo.

Noch ist die Entscheidung über den Standort der geplanten Arena nicht gefallen. Ein von der Stadt in Auftrag gegebener Entwurf des Frankfurter Planungsbüros Albert Speer & Partner sieht ein Stadion an der alten Stelle vor. Finanzieren würde das 107 bis 110 Mio. Euro teure Objekt die Stadt Karlsruhe, mithilfe von Fremdkapital sowie eines elf Mio. Euro hohen Zuschusses des Landes Baden-Württemberg.

Doch die Wildpark-Variante ist nicht das einzige Modell, über das der Karlsruher Gemeinderat und das KSC-Präsidium zusammen mit dem Verwaltungsrat entscheiden müssen. In der Nähe der Autobahn A5 gibt es auf der Fläche des Kleingartenvereins „Mastweide“ eine Alternative. Geht es nach dem Investor Newport, müssen die Hobbygärtner schon bald der neuen KSC-Arena weichen. Das Stadion soll 115 Mio. Euro kosten und bis zur Saison 2013/14 fertig sein. Bis dahin will Newport einen neuen Investor gefunden haben und dann aus dem Projekt wieder aussteigen.

Doch mit einem bloßen Fußballstadion ist es an der Mastweide nicht getan. Es fehlen Autobahnzufahrten, Brücken und Straßen. Für den Infrastrukturausbau fallen nach Berechnungen von Newport maximal 50 Mio. Euro an, die die Stadt Karlsruhe tragen müsste. Wie sich diese Kosten genau aufschlüsseln, können die Hamburger noch nicht zuverlässig sagen. Das ist wohl auch der Grund, warum die Stadt die von Newport vorgelegten Zahlen anzweifelt und das städtische Tiefbauamt erneut mit der Prüfung beauftragt hat. Das Ergebnis: Die Kosten für die Stadt bewegen sich eher in Höhe von 150 Mio. Euro – rund 100 Mio. Euro mehr als in der Newport-Prognose.

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