Fußball
Argentinien dank Messi neuer U20-Weltmeister

Durch einen 2:1 (1:0)-Finalerfolg gegen Nigeria hat sich Argentinien bei der U20-WM in den Niederlanden den Titel gesichert. Im Spiel um Platz drei siegte Brasilien unterdessen mit 2:1 (0:1) gegen Marokko.

"Wunderkind" Lionel Messi hat die U20-Junioren Argentiniens zum fünften Weltmeistertitel geschossen. Der Nachwuchs des neuen Rekord-Champions gewann in Utrecht das Endspiel des WM-Turniers in den Niederlanden gegen Nigeria durch zwei Foulelfmeter des 18-Jährigen (40. und 74.) mit 2:1 (1:0) und holte damit wie 1979, 1995, 1997 und 2001 den wichtigsten Titel im Junioren-Fußball.

Nigeria zum zweiten Mal gescheitert

Dagegen muss Afrika weiter auf seinen ersten U20-Weltmeister warten. Nach Ghana (1993 und 2001) scheiterte nun auch Nigeria zum zweiten Mal im Finale: 1989 hatten die Afrikaner das Endspiel gegen Portugal mit dem späteren Superstar Luis Figo 0:2 verloren.

Argentiniens Matchwinner war einmal mehr Messi, der sich bei der WM mit sechs Treffern auch die Krone des Torschützen-Königs eroberte. Der Teenager hatte in der vergangenen Woche beim spanischen Meister FC Barcelona einen Vertrag bis 2012 mit einer festgeschriebenen Ablösesumme von 150 Mill. Euro erhalten. Zwischen Messis Strafstoß-Toren hatte im Finale Chinedu Ogbuke (53.) Nigerias vorübergehenden Ausgleich erzielt.

Vor 24 900 Zuschauer im ausverkauften Galgenwaard-Stadion waren die Afrikaner, bei denen Stürmer Solomon Okoronkwo von Bundesligist Hertha BSC Berlin erst fünf Minuten vor dem Schlusspfiff ins Spiel kam, zu Beginn das aktivere und offensivere Team. Entsprechend hatte Nigeria nach 19 Minuten auch die erste gute Torgelegenheit: Nach Fehlern in der argentinischen Abwehr kam Innenverteidiger Dele Adeleye aus kurzer Distanz zum Schuss, war aber offenbar zu überrascht von der Gelegenheit und traf den Ball nicht richtig. Auch in der Folgezeit gaben die Nigerianer den Ton an.

Messi beweist Nervenstärke vom Elfmeterpunkt

Die Argentinier, die in der Vorrunde den späteren Viertelfinalisten Deutschland mit 1:0 bezwungen hatten, agierten zunächst erstaunlich abwartend, ehe Messis individuelle Klasse zum wiederholten Male den entscheidenden Unterschied zu Gunsten der "Gauchos" ausmachte. Nach einem sehenswerten Solo konnte der Spielmacher in Nigerias Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden und verwandelte den fälligen Foulelfmeter ebenso sicher wie den siegbringenden Elfmeter 16 Minuten vor Spielende.

Die Nigerianer ließen sich durch das unverdiente 0:1 jedoch nicht beirren und kamen durch Ogbukes sehenswerten Flugkopfball zum Ausgleich. Danach gewann die Partie an Klasse und wogte hin und her, bis Messi für die Entscheidung sorgte.

Brasilien gewinnt "kleines Finale"

Bereits am Nachmittag hatte der entthronte Titelverteidiger Brasilien die WM mit dem Sieg im Spiel um Platz drei versöhnlich beendet. Die Südamerikaner bezwangen im "kleinen Finale" in Utrecht Marokko durch zwei Treffer in der Schlussphase 2:1 (0:1). Für die Afrikaner ist Rang vier dennoch der größte Erfolg einer Nationalelf bei einer WM.

© SID

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