Argentiniens Medien fordern Jungstar Messi
Wirbel bei „Three Lions“

Im WM-Quartier der Engländer in Bühlertal geht es nach dem schwachen Auftaktspiel eben so hoch her wie bei den Argentiniern in Herzogenaurach. Die Medien beider Länder sorgen für Ärger und Streit im Team und bringen Unruhe in den Mannschaftskreis. Die Luft in beiden WM-Quartieren ist jedenfalls nicht nur aufgrund des Wetters dick und heiß.

HB BÜHLERTAL/HERZOGENAURACH. Bei den Engländern gibt es gleich mehrere Brandherde zu löschen. Stürmerstar Michael Owen ist nach seiner frühen Auswechslung im Spiel gegen Paraguay verärgert auf Trainer Eriksson. Owen Hargreaves vom deutschen Meister FC Bayern München beschwert sich hingegen bei den englischen Medien über mangelnde Akzeptanz. Doch auch bei den Argentiniern sieht es nicht besser aus. Die Fans und besonders die argentinischen Medien versuchen mit aller Macht Trainer Pekkerman zum Einsatz des hochgelobten und erst 18-Jährigen Jungstars Lionel Messi zu bewegen.

Englands Trainer, Sven-Göran Eriksson, nahm bisher keine Stellung zur Beschwerde des frustrierten Stürmerstars und ist offensichtlich in Sorge, dass neben dem Wirbel um Wayne Rooney ein weiterer Konfliktherd in seiner Mannschaft entsteht. Michael Owen soll englischen Zeitungen zu Folge "sehr verärgert und mit Wut auf Eriksson" auf die Auswechslung reagiert haben und verlangt eine Aussprache mit ihm. Nach dem mühsamen 1:0 gegen Paraguay hatte Eriksson zwar Verständnis für die Enttäuschung bei Owen, der nach 56 Minuten für Stewart Downing Platz machen musste, schwieg aber zu Owens Kritik, die er über die Medien nach dem Spiel geäußert hatte. Eriksson sagte unmittelbar nach dem Spiel lediglich: "Michael fehlte in der zweiten Halbzeit die Unterstützung, deshalb habe ich ihn heraus genommen".

Eriksson weiter: "Ich bin davon überzeugt, dass sich Michael von Spiel zu Spiel steigern wird." Gegen die Kicker aus der Karibik scheint Owen seinen Platz in der Startelf sicher zu haben. "Es wird keine Revolution geben", sagte Eriksson zu seinen personellen Überlegungen, "nur wenn es Probleme gibt, werde ich etwas ändern."

Neben Michael Owen und dem wahrscheinlichen Comeback von Englands WM-Hoffnung, Wayne Rooney, gab es Kritik von Owen Hargreaves an den englischen Medien. Er hat irritiert auf die Kritik englischer Medien nach seiner Nominierung für den WM-Kader reagiert. "Die Kritik nach meiner Berufung für den Kader hat mich sehr überrascht. Es wäre für mich natürlich leichter, wenn alle jubeln würden, sobald ich für England auflaufe. Aber so ist es eben nicht", sagte der 25-Jährige im badischen Bühlertal.

"Dabei habe ich mit 25 Jahren viel erreicht. Ich habe die Champions League gewonnen und zwölf Titel in Deutschland geholt. Ich habe gezeigt, dass ich mich gegen Spieler wie Zinedine Zidane behaupten kann. Deshalb ist es nicht angenehm, von Leuten kritisiert zu werden, die mich bislang kaum haben spielen sehen", sagte der Bayern-Profi, der sich sogar geringe Chancen auf einen Einsatz im zweiten Spiel der Engländer am Donnerstag gegen Trinidad und Tobago in Nürnberg ausrechnen darf.

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