Arjen Robben
Der mutigste Depp der Saison

Arjen Robben ist einer der besten Fußballer der Welt, aber nach zwei vergebenen entscheidenden Elfmetern ist er nun einer der größten Deppen im Weltfußball. Doch aufgegeben hat Robben noch nie – bis zu diesem Finale.
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MünchenMangelnden Mut kann man Arjen Robben wahrlich nicht vorwerfen.  Und erstrecht darf man ihm die Fähigkeit zu Selbstkritik nicht absprechen. „Beschämend“ sei es, einen solchen Elfmeter zu verschießen. Das sagte der Holländer nach der 1:0-Niederlage in Dortmund, als der FC Bayern die Meisterschaft verspielte. Damals galt er als der große Loser des Spiels, auch weil Robben in der Schlussphase auch noch eine weitere 100-prozentige Chance liegen ließ.

Wenige Wochen später wird erneut ein Elfmeter für die Bayern gegen Borussia Dortmund gepfiffen. Und wieder ist es eine Extremsituation für einen Fußballer: Pokalfinale in Berlin, die Bayern liegen gegen den BvB 0:1 zurück. Und wieder steht Roman Weidenfeller ihm gegenüber, der „Elfer-Töter“, der seinen Penalty in Dortmund hielt. Robben nimmt sich den Ball als sei es das normalste von der Welt. Und versenkt ihn sicher.

Eine Woche später ist es wieder soweit. Bayern spielt in der Verlängerung des Finales der Champions League gegen Chelsea. Es steht 1:1. Viele Chancen würden die Münchener nicht mehr bekommen, das ist in diesem Moment klar. Und wieder übernimmt Arjen Robben die Verantwortung. Gelinde gesagt drängt sich kein anderer Spieler auf. Und Robben verschießt. Es ist ein wirklich schwacher Elfmeter.

Es bleibt beim 1:1. Das Penalty-Schießen muss die Entscheidung bringen. Fünf Schützen braucht der FC Bayern- Arjen Robben ist nicht darunter. Stattdessen schießen Torhüter Neuer und Ivica Olic, der bisher wahrlich nicht als sicherer Schütze aufgefallen war. Der Kroate verschießt dann auch tatsächlich.

Für Robben gehört es zur Karriere, dass er sich selbst die großen Ziele kaputt macht. Als er 2010 im Finale der Weltmeisterschaft gegen Spanien spielt, hat er die beste Chance der gesamten Partie. Doch Robben vergeigt sie, trifft nicht zum wohl entscheidenden 1:0, stattdessen gehen die Spanier kurz darauf in Führung und holen den Pokal.

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Robbens Mut wird nicht belohnt

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  • was habt ihr eigentlich alle für ein problem, war doch ein wunderschönes ende "ODER,,

  • ich verstehe den trubel nicht. "hätte-wäre-wenn" hat noch nie ein spiel gewonnen ... Robben hat den elfer verschossen. na und? Schweini auch! na und ? euch schlaumaier möchte ich sehen, wenn ihr vor zig tausend brüllenden fans, den mediendruck im nacken, den siegestreffer auf dem schuh habt. da geht glaub ich jedem dermaßen die flatter, dass es raucht. profi hin oder her. training hin oder her. fußballer sind auch nur menschen und keine maschinen! also hört auf zu jammern und flennen und kriegt euch wieder ein! es war doch nur ein spiel!! wie heisst's so schön: nach dem spiel ist vor dem spiel!

  • Bei Chelsea gegen Barcelona hat man noch gesagt, Spielanzeile und Torschonchen zählen nicht. Man muss Tore schießen. Hat man dies nach einer Woche schon vergessen?

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