Bayern vor dem CL-Halbfinale
„Es wird ein Fest“

Die Bayern gehen mit viel Selbstvertrauen in das CL-Halbfinalspiel gegen Barça. Man habe die richtigen Typen, um dem Gegner wehzutun. Vor Fragen zur Steuer-Affäre um Uli Hoeneß wurden Spieler und Trainer abgeschottet.
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MünchenIn Deutschland unschlagbar – doch was ist das im Duell von Europas Supermächten wert? Auf dem Weg ins Finale der Champions League will sich der FC Bayern auch nicht von Lionel Messis FC Barcelona stoppen lassen. „Wir treffen auf eine absolute Topmannschaft, aber wir sind auch eine Topmannschaft. Es wird ein Fest und da können wir uns alle drauf freuen“, schürte Münchens Kapitän Philipp Lahm vor dem Halbfinal-Hinspiel die Vorfreude. Keiner im Team will sich die positive Stimmung vor der erhofften magischen Fußball-Nacht im Halbfinal-Länderkampf zwischen Deutschland und Spanien durch den Wirbel um Steuersünder Uli Hoeneß nehmen lassen.

Fragen zur Affäre des Präsidenten waren einen Tag vor dem Hinspiel an diesem Dienstag (20.45 Uhr/Sky) bei der Bayern-Pressekonferenz nicht erlaubt, Spieler und Trainer wurden in der Vorbereitung auf das Duell gegen das Non-Plus-Ultra im Fußball von dem unliebsamen Thema abgeschottet.

Coach und Kapitän sprachen sowieso lieber von des Gegners und den eigenen Stärken. „Barça hat Spieler mit viel Fantasie, mit einer außergewöhnlichen Klasse. Deswegen muss man bei jeder Situation und zu jedem Zeitpunkt des Spiels höllisch aufpassen“, warnte Trainer Jupp Heynckes, hob aber hervor. „Bayern kann auch auf so einem Niveau spielen.“ Bluff hin oder her: Heynckes bereitet seine Bayern auf Barcelona mit dem zuletzt angeschlagenen Weltfußballer Messi vor.

Bayern gegen Barça, Schweinsteiger gegen Xavi, alle gegen Messi – gegen den immer wieder zum Vorbild erkorenen Club soll in München der Grundstein für das Endspiel am 25. Mai im Londoner Wembleystadion gelegt werden. „Wir müssen vom Enthusiasmus alles geben. Aber ohne Taktik, ohne Plan und Klugheit wird es nicht gehen“, formulierte Sportvorstand Matthias Sammer die zentrale Botschaft für die 90 Minuten von München. Mit einem Sieg im Gepäck, am besten zu Null, will der deutsche Fußball-Rekordmeister dann in der kommenden Woche gegen die Tiki-Taka-Künstler in Camp Nou bestehen. „Wir wollen der Saison die Krone aufsetzen“, erklärte WM-Torschützenkönig Thomas Müller.

Doch wie kann man dabei Fußball-König Messi stoppen? Zwar betonte Heynckes, dass Barça „mehr als nur Messi ist“. Doch in unzähligen fantastischen Auftritten hat der am Wochenende in der Liga geschonte Argentinier gezeigt, warum er Dauer-Weltfußballer ist. „Messi ist ein Genius, ein fantastischer Spieler. Barca lebt stark von ihm“, erklärte Sammer. „Wir sind immer besser geworden und wollen uns durchsetzen. Aber die jüngste Geschichte von Barcelona bleibt vorbildhaft.“

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