Bei den Königsblauen liegen die Nerven schon kurz nach dem Saisonstart blank
Schalke ist zum Siegen verdammt

Heute Abend feiert Schalke in Eindhoven das ersehnte Comeback in der Championa League. Der Verein ist auf die Millionen aus der Königsklasse angewiesen, um die Träume von Manager Rudi Assauer endlich wahr werden zu lassen.

GELSENKIRCHEN. Rudi Assauer hatte es eilig. Auch am Tag nach dem 1:1 seiner Schalker gegen die Notelf von Bayer Leverkusen war der Manager sichtlich verschnupft. Ausgerechnet vor dem ersten Auftritt in der Champions League heute Abend in Eindhoven stecken die Königsblauen im Formtief. Nur acht Punkte aus den ersten vier Bundesliga-Spielen haben den hoch gesteckten Erwartungen in Gelsenkirchen einen ersten Dämpfer verpasst.

Dabei formulierten die Schalker nach dem Gewinn des Liga-Pokals früh ehrgeizige Saisonziele: „Mit dieser Truppe muss man ernsthaft um die Meisterschaft mitspielen und möglichst weit in der Champions League kommen“, sagte Teammanager Andreas Müller. Und legte damit die Messlatte noch unter der Erwartungshaltung der Fans auf. Denn für das Umfeld ist nach Platz 2 in der Vorsaison und dem Einzug ins Pokal-Finale klar, dass in diesem Jahr der Angriff auf den FC Bayern erfolgen muss.

„Wir können uns noch nicht dauerhaft mit ihnen messen, aber wir können Spiele gegen sie gewinnen und in einer Saison vor ihnen stehen“, hatte Rudi Assauer in der Sommerpause philosophiert. Da der Traditionsklub aber dank der neuen Arena in finanzieller Hinsicht aufgeholt hat – zumindest die Einnahmeseite liest sich schon ganz positiv – sollte nichts dem Zufall überlassen werden: Fast 15 Mill. Euro investierten die Schalker in ihre neue Elf, holten Nationalspieler wie Kevin Kuranyi und Fabian Ernst – und investierten den Siegerscheck des Liga-Pokals gleich noch in den brasilianischen Abwehrspieler Rafinha. Gut möglich, dass der 20-Jährige in Eindhoven in der Startelf debütiert.

Auch, weil Schalke seit Wochen mit vielen Problemen zu kämpfen hat. Stürmer Gerald Asamoah muss wegen eines Kapsel- und Bändereinriss unters Messer. Dazu erschreckt die Formschwäche von Zlatan Bajramovic. Oder die lange Sperre von Spielmacher Lincoln nach der Spuck-Attacke im Liga-Pokal-Finale gegen den VfB Stuttgart.

Gut getan hat dem in der Vorsaison überragenden Brasilianer die Zwangspause nicht, denn bei seinem ersten Bundesligaspiel der Saison in Leverkusen gelang es Lincoln selten, Akzente zu setzen. Dazu verschoss er auch noch einen Foulelfmeter. Nicht der einzige Beweis dafür, dass auf Schalke schon jetzt die Nerven blank liegen. Millionen an den TV-Schirmen erlebten den Ausraster von Trainer Ralf Rangnick, weil Mladen Krstajic nach der Auswechslung von Ebbe Sand die Kapitänsbinde am Samstag nicht schnell genug weitergab. Der Gescholtene wollte die Sache nicht auf sich sitzen lassen und gab später zu Protokoll, sich vom Coach nicht „wie ein kleines Kind behandeln zu lassen.“

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