BVB-Bilanz
Mit Ausverkauf zum Rekordumsatz

Borussia Dortmund präsentiert einen neuen Rekordumsatz. Dabei profitiert der Verein in erster Linie von millionenschweren Spielerverkäufen. Die wahren Erfolge verbergen sich in den Tiefen der Bilanz.

DüsseldorfDer deutsche Vizemeister war in dieser Sommerpause in Kauflaune. Mit einem Transfervolumen von über 100 Millionen Euro hat kein Bundesliga-Verein mehr Geld für neue Spieler ausgegeben. Stars wie Andre Schürrle und Mario Götze tragen in der nächsten Saison das schwarz-gelbe Trikot. Trotzdem konnte der Verein am Freitag einen Millionengewinn präsentieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Dortmunder einen Gewinn von 29,4 Millionen Euro erwirtschaften. Der Umsatz erreichte mit 376 Millionen Euro sogar ein neues Rekordniveau.

„Ein erfolgreiches Jahr“, nannte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim „Aki“ Watzke das Ergebnis. Doch die durchaus ansprechenden Zahlen sind vor allem den geschickten Verkäufen der Borussen geschuldet. Rund 95 Millionen Euro nahm der Verein im abgelaufenen Geschäftsjahr allein durch Spielerverkäufe ein – das ist rund ein Viertel des Umsatzes. Neben den vielbeachteten Transfers von Kapitän Mats Hummels zu Bayern München und Regisseur Ilkay Gündogan zu Manchester City trieben auch der Abgang von Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach) und Kevin Kampl (Bayer Leverkusen) in der Winterpause diesen Wert auf ein neues Rekordniveau.

Dass der Ausverkauf der Borussen das Ergebnis so positiv beeinflusst, hat damit zu tun, dass die Sommerpause genau in den bilanziellen Jahresabschluss fällt. Denn die Millionen-Einkäufe von Mario Götze und Andre Schürrle tauchen erst in der kommenden Bilanz auf, ebenso wie der Verkauf von Henrikh Mkhitaryan. Die Transferflut hat trotzdem schon deutliche Spuren hinterlassen.

Die Zahlungen an Spielerberater sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsen. Und auch beim Gehalt seiner Stars hat der BVB noch mal aufgerüstet. Mit 140 Millionen Euro liegt man immer noch deutlich unter dem Konkurrenten Bayern München, der etwa 230 Millionen Gesamtgehalt zahlt. Doch insgesamt wurden die Millionengehälter der Dortmund Stars um 23 Millionen Euro aufgestockt, auch durch gestiegene Erfolgsprämien.

Insgesamt kann sich das Ergebnis aber auch ohne transferbedingten Sondereffekte sehen lassen. Vor allem, wenn man in Betracht zieht, dass die Borussia im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Einkünfte aus der Champions League verzichten musste und nur in der Europa League spielte. Die TV-Erlöse fallen mit rund 82,6 Millionen Euro sogar leicht höher aus als im Vorjahr – vor allem durch die bessere Auslandsvermarktung der Bundesliga.

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Aktienkurs klettert nach Zahlen

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