BVB-Stürmer
Smolarek soll gegen Ecuador den Bann brechen

Ausgerechnet Borussia Dortmunds Stürmer Ebi Smolarek soll im heutigen Match der Polen gegen Ecuador "auf Schalke" (21 Uhr) der Erfolgsgarant für das Team von Coach Pawel Janas werden.

Bundesliga-Legionär Ebi Smolarek soll für die polnische Nationalmannschaft einen Bann brechen: Seit 32 Jahren hat der zweimalige WM-Dritte in seinem ersten Vorrundenspiel keinen Treffer mehr erzielt. Diese schwarze Serie kann der Stürmer von Borussia Dortmund nun ausgerechnet "auf Schalke" beim Endrunden-Auftakt heute (21 Uhr) gegen Ecuador beenden.

Auf den 25-Jährigen, dessen Vater Wlodzimierz 1982 und 1986 im polnischen WM-Team stand, angesprochen, wird sogar der ansonsten weitgehend schweigsame Pawel Janas ein wenig redselig. "Ebi ist in bester Verfassung, und das ist gut für die Mannschaft", sagte der polnische Nationaltrainer. Beim letzten Testspiel gegen eine allerdings nur fünftklassige Amateur-Auswahl gelangen Smolarek vier Tore in 26 Minuten.

Ecuador setzt auf Konter

Daher war Optimismus Trumpf, als Smolarek und Co. am Donnerstagmittag den Bus Richtung NRW bestiegen. Denn auch im bislang einzigen Vergleich der beiden deutschen Gruppengegner behielt die Janas-Truppe im November 2005 in Barcelona mit 3:0 klar die Oberhand. Mannschaftskapitän Jacek Bak: "Auch daraus beziehen wir Stärke. Wir müssen aber unser Selbstbewusstsein mit einem Sieg gegen Ecuador bestätigen."

Genau dies wollen die Südamerikaner verhindern und haben sich dafür bei mehreren Trainingseinheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit eine Taktik zurechtgelegt, die Fußball-Ästheten kaum begeistern wird. "Polen ist bei ruhenden Bällen stark, da müssen wir gegenhalten. Wir werden zunächst abwartend spielen. Wenn die Polen Fehler machen, werden wir bei Kontern unsere Schnelligkeit und Wendigkeit ausspielen", erläuterte Coach Luis Fernando Suarez die Marschroute.

In den letzten Testspielen allerdings deuteten die Leistungen kaum auf ein gutes Auftakt-Resultat der Ecuadorianer hin. Die entscheidenden Punkte zur WM-Qualifikation hatten die Schützlinge des 46 Jahre alten Coachs fast durchweg in den Heimspielen auf fast 3 000 Metern Höhe in Quito geholt, auch der einzige Auswärtssieg wurde in den Hochlagen der Anden in La Paz gegen Bolivien errungen.

Szymkowiak-Einsatz ist fraglich

Dennoch glaubt Rekord-Nationalspieler Ivan Hurtado an eine Weiterentwicklung seiner Teamkollegen. "Vor vier Jahren in Japan haben wir zwei von drei Spielen verloren. Die richtige große Fiesta beginnt erst im Achtelfinale, und wir wollen dabei sein", meinte der Mannschafts-Kapitän, der in Katar sein Geld als Profi-Fußballer verdient.

Das wird aber ohne selbst geschossene Tore nicht gehen, und da beginnen die Probleme der Ecuadorianer. Die beiden Angriffsspitzen Agustin Delgado (Rückenbeschwerden) und Carlos Tenorio (Wadenzerrung) konnten nach ihren Blessuren nur eingeschränkt trainieren und sind noch nicht vollständig fit. Im polnischen Team ist nur der Einsatz von Mittelfeldspieler Miroslaw Szymkowiak wegen anhaltend schlechter Blutwerte fraglich, für den Türkei-Legionär könnte Sebastian Mila (Austria Wien) in die Startformation rücken.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%