Champions League
Aubameyang schießt BVB ins Viertelfinale

Im Hinspiel gescholten, im Rückspiel grandios: Borussia Dortmund gewinnt im Achtelfinal-Rückspiel 4:0 gegen Benfica. Damit ziehen die Dortmunder erstmals seit 2014 wieder ins Viertelfinale der Königsklasse ein.
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DortmundBorussia Dortmund ist dank Pierre-Emerick Aubameyang zurück im Kreis der europäischen Fußball-Giganten. Drei Wochen nach dem 0:1 im Hinspiel sorgten der noch in Portugal kritisierte Stürmer (4./61./85. Minute) und Christian Pulisic (59.) am Mittwochabend beim 4:0 vor 65.849 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park in Dortmund für den verdienten Sieg im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League, der dem Revierclub Zusatzeinnahmen in Höhe von mindestens 6,5 Millionen Euro beschert. Seit 2014 zieht Dortmund erstmals wieder in das Viertelfinale der Königsklasse ein.

Damit dürfen sich die BVB-Fans auf ein weiteres Fußballfest freuen. Die Viertelfinalpartien werden am 17. März in Nyon ausgelost. Die Hinspiele der Runde der letzten acht Teams finden am 11. und 12. April, die Rückspiele eine Woche später statt. Möglich ist auch ein Aufeinandertreffen des BVB mit Bayern München. „Ein deutsches Duell hätte ich jetzt nicht so gerne“, sagte Thomas Tuchel im ZDF.

Eine aufwendige Choreografie auf der Südtribüne erinnerte an das legendäre 5:0 im Dezember 1963 gegen die damalige Weltklasseelf aus Lissabon. Einige BVB-Spieler der damaligen Elf heizten vor dem Spiel die Stimmung zusätzlich an. Das schien zu beflügeln, Schwarzgelb erwischte einen Traumstart: Pulisic, der für den verletzten Marco Reus in die Startelf gerückt war, verlängerte eine Ecke von Ousmane Dembélé per Kopf auf den zweiten Pfosten. Dort stand Aubameyang völlig frei und drückte den Ball aus kurzer Distanz mit dem Kopf über die Linie. Noch im Hinspiel hatte der Gabuner zahlreiche Tor-Gelegenheiten nicht genutzt, darunter auch einen Strafstoß.

„Es war wichtig, dass wir früh getroffen haben“, sagte Aubameyang. Trotz der frühen Führung ließ sich der BVB nicht zu einer bedingungslosen Offensive verleiten. Vielmehr bevorzugte das Team von Trainer Thomas Tuchel einen sicheren Spielaufbau. Marc Bartra per Kopf (8.) und Dembélé (11.) aus der Distanz kamen zwar in der Anfangsphase noch zu weiteren Abschlüssen, zielten jedoch deutlich drüber. Wirklich zwingend waren die Aktionen nicht.

Das Spiel der Borussia wirkte weniger druckvoll als in den vergangenen Bundesligapartien. Diese verhaltene Gangart lockte die Gäste nach vorne. So prüfte Franco Cervi BVB-Keeper Roman Bürki in der 24. Minute mit einem Schuss aus 15 Metern, acht Minuten später kam Luisao ebenfalls nicht am Schweizer vorbei. „In der ersten Halbzeit haben wir uns blenden lassen von dem Führungstreffer“, sagte der Dortmunder Mittelfeldspieler Gonzalo Castro.

Kurz vor der Pause hatte der BVB Glück: Dembélé, der kurz zuvor wegen Meckerns die Gelbe Karte gesehen hatte, foulte Eliseu an der Außenlinie und hätte dafür auch Gelb-Rot bekommen können. Der englische Schiedsrichter Martin Atkinson ließ den Offensivmann jedoch weiterspielen.

Eine weitere Schrecksekunde musste der BVB nach Wiederanpfiff überstehen. Lukasz Piszczek legte den Ball Cervi unfreiwillig vor und verhinderte dann mit einem beherzten Sprung in die Flugbahn des Schusses des Benfica-Stürmers den Ausgleich (47.).

Die dicke Chance der Gäste weckte die Borussia auf. Dortmund wurde stärker und entschied die Partie per Doppelschlag: Christian Pulisic mit seinem ersten Champions-League-Treffer und Aubameyang mit seinem zweiten Tor des Abends ließen das Stadion erbeben. Der BVB habe „verdient Tore geschossen und verdient gewonnen“, sagte Tuchel.

Als Aubameyang kurz vor Schluss zum dritten Mal traf, war der Abend für die BVB-Fans endgültig perfekt. In sieben Spielen der laufenden Königsklassen-Saison hat Aubameyang jetzt schon siebenmal getroffen.

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