Champions League
„Grossartiger“ VfB stürmt ins Achtelfinale

Neuer Trainer, neues Glück: Der VfB Stuttgart steht nach einer kaum für möglich gehaltenen Gross-Tat im Achtelfinale der Champions League. Vier Tage nach der Trennung von Markus Babbel besiegte der abstiegsgefährdete Bundesligist im ersten Spiel unter Christian Gross den rumänischen Meister Unirea Urziceni vor allem dank einer überragenden Anfangsphase mit 3:1 (3:0). Damit verdrängte der VfB den direkten Konkurrenten im Vorrunden-"Endspiel" noch von Platz zwei in der Gruppe B.

In einer geradezu begeisternden Anfangsphase spielte sich der wochenlang verunsicherte VfB, der in der Bundesliga nach zuletzt acht Spielen ohne Sieg lediglich auf Rang 16 steht, fast schon in einen Rausch. Nach 10:20 Minuten stand es vor 37 000 Zuschauern durch Treffer von Ciprian Marica (5.), Christian Träsch (7.) und Pawel Pogrebnjak (11.) 3:0 - Champions-League-Rekord. Dabei half der rumänische Meister, der durch den Portugiesen Antonio Semedo kurz nach der Pause zum Anschlusstreffer kam (46.), allerdings auch unfreiwillig nach.

Gross: "Wir haben den Gegner überrascht"

"Er ist ein positiver Mensch, der auf die Spieler einen positiven Eindruck macht. Er macht immer fast alles richtig. Er ist zwei Tage hier und wir haben gewonnen", sagte Neuzugang Zdravko Kuzmanovic zu Gross. Der neue Coach selbst sagte: "Es war nicht perfekt, aber wir haben den Gegner überrascht mit unserer vertikalen Spielweise. Dennoch bleibt noch viel zu tun. Zum Schluss hat mir einiges nicht gefallen", sagte der neue Coach: "Man kann nicht allzu viel tun, man kann aber auf die Spieler einwirken. Man kann ihnen Vertrauen geben, ihnen sagen, dass es ein Spiel für die Karriere werden kann. Ich hoffe, dass wir den Schwung mitnehmen können in die Bundesliga."

Der VfB spielte von der ersten Minute an mit einer erkennbar größeren Leidenschaft und größeren Überzeugung als zuletzt unter Babbel. Der lange erhoffte Befreiungschlag scheint damit gelungen, als Belohnung gibt es nun zu den in der Vorrunde eingenommenen rund 19 Mill. Euro weitere drei Mill. Euro Garantieprämie für die Teilnahme am Achtelfinale. Nach ihrem erst zweiten Heimsieg in dieser Saison treffen die Stuttgarter dort in der K.o.-Runde zunächst zuhause auf einen Gruppenersten.

Sechs Änderungen in der Startelf

Die Stuttgarter stehen zum zweiten Mal nach 2003/04 in der K.o.-Runde der "Königsklasse", damals scheiterten sie gleich am FC Chelsea. In der Saison 2007/08 waren sie dagegen bereits in der Vorrunde gescheitert. Maßgeblichen Anteil beim zweiten Vorstoß in das Achtelfinale, das vor der bislang verkorksten Saison als das Minimalziel beim VfB ausgegeben war, hatte neben den Torschützen bis zu seiner Auswechslung vor allem Sami Khedira, der nach einer siebenwöchigen Verletzungspause sein Comeback feierte. In der 59. Minute wurde er durch Zdravko Kuzmanovic ersetzt.

Seite 1:

„Grossartiger“ VfB stürmt ins Achtelfinale

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%