Fußball
Chile zeigt große Furcht vor Robinho und Co.

Das 21 Jahre alte Supertalent Robinho ist vor dem WM-Qualifikationsspiel Brasiliens gegen Chile der gefragte Mann. Der Neuzugang von Real Madrid soll mit seinen Toren die "Selecao" zur WM 2006 schießen.

Supertalent Robinho sorgt bereits vor dem WM-Qualifikationsspiel des amtierenden Weltmeisters in Brasilia gegen Chile am Sonntag (21.00/live bei Premiere) für große Euphorie und stellt somit Teamkollege und Superstar Ronaldo deutlich in den Schatten. "Ich habe keinen Zweifel, dass er nächstes Jahr zum besten Spieler der Welt gewählt wird", prophezeit sogar Klubgefährte Roberto Carlos dem Dribbelkünstler, der sich nach seinem Debüt bei Real Madrid mit dem "Phänomen" schon die Schlagzeilen teilte, einen rasanten Aufstieg.

Selbst Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira verzichtete auf seine sonst übliche Geheimniskrämerei und gab bereits die Aufstellung mit dem 21-Jährigen als Ersatz für den gelb-gesperrten Ronaldinho bekannt. Die neue Nummer zehn der "Königlichen" komplettiert anstelle des "Zehners" vom spanischen Rivalen FC Barcelona das "magische Quartett" mit Ronaldo, Adriano (Inter Mailand) und Kaka (AC Mailand), das Brasilien mit einem Sieg vorzeitig zur WM-Endrunde nach Deutschland schießen soll.

Chile-Coach Acosta: "Wir müssen ohne Komplexe spielen"

Und so titelte Chiles Tageszeitung "El Mercurio" angesichts des geballten Staraufgebots: "Es ist zum Fürchten!" Auch Trainer Nelson Acosta warnt: "Wir müssen ohne Komplexe spielen. Denn wenn meine Spieler Robinho nur bestaunen, werden sie ihn am Ende noch um Autogramme bitten." Zumal das Anden-Team, das nur zwei Zähler hinter einem direkten WM-Qualifikationsplatz zurückliegt, in 59 Vergleichen erst siebenmal die Oberhand behielt.

Unter besonderer Beobachtung bei den Brasilianern steht Ronaldo nach seiner Ausbootung beim Konföderationen-Pokal-Triumph. Zumal der 28-Jährige noch lange nicht seinen Thron verlassen will. "Für mich wird es nicht die letzte WM sein. Ich denke, dass noch eine weitere möglich ist. Ich will alle möglichen Rekorde brechen", verspricht der Top-Torjäger der "Eliminatorias" (9 Treffer), der aber seit elf Monaten nicht mehr für die "Selecao" getroffen hat, eine Fortsetzung seiner Länderspiel-Karriere bis 2010.

Santa Cruz und Valdez stürmen für Paraguay

Hoch motiviert will bereits am heutigen Samstag (23.00 Uhr/live bei Premiere) Roque Santa Cruz für Paraguay gegen Spitzenreiter Argentinien ans Werk gehen. "Ich bin gekommen, um zu spielen. Das will ich mir für nichts in dieser Welt entgehen lassen", sagt der Stürmer von Bayern München und hofft auf eine rechtzeitige Ausheilung seines am 22. August erlittenen Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel. Als Sturmpartner ist beim Tabellenvierten der Bremer Nelson Valdez vorgesehen.

Beim zweimaligen Weltmeister aus Argentinien ist die "Abteilung Attacke" nach den Ausfällen von Hernan Crespo, Javier Mascherano, Luciano Galletti und Javier Saviola geschwächt. Und so hofft der erst 18 Jahre alte Lionel Messi vom FC Barcelona, der die "U20"-Auswahl jüngst zum WM-Titel geführt hatte, nach seinem verpatzten Länderspiel-Debüt mit dem Blitz-Platzverweis gegen Ungarn auf eine neue Chance. Aus der Bundesliga sind diesmal die Wolfsburger Facundo Quiroga und Andres D´Alessandro dabei.

Am drittletzten Spieltag kann lediglich Brasilien (27 Punkte) nach Argentinien (31) sein WM-Ticket lösen. Ekuador (23), das am Samstag beim Schlusslicht Bolivien (13) antritt, und Paraguay (22) haben Hand an die beiden anderen Direkttickets gelegt. Neben Chile (20) machen sich auch Kolumbien (20) und Uruguay (18), die sich am Sonntag in Montevideo gegenüberstehen, Hoffnungen auf einen Endrundenplatz. Der Sieger ind er heutigen Partie zwischen Venezuela und Peru (beide 15) ringt immerhin noch um Platz fünf, der die Relegationsspiele gegen den Ozeaniensieger bringt.

© SID

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