Deutschland zum Auftakt alles andere als überzeugend
Zittern bis zum Schluss

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr Auftaktspiel im Confederations Cup am Mittwochabend in Frankfurt gegen Australien knapp mit 4:3 gewonnen. Fast auf den Tag genau 31 Jahre nach ihrem bislang einzigen Spiel gegen die Elf aus "Down Under" präsentierte sich das DFB-Team alles andere als überzeugend.

HB FRANKFURT/M. Zwar war die Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klinsmann im Spiel nach vorne erneut sehr engagiert, patzte aber in der Abwehr besorgniserregend häufig. Die Tore für Deutschland machten Kuranyi, Mertesacker, Ballack per Elfmeter und Podolski, der sich Bestnoten in einer ansonsten schwachen deutschen Mannschaft verdiente..

Die DFB-Elf begann das erste offizielle Pflichtspiel unter Klinsmann druckvoll. Der Einsatz stimmte von der ersten Minute an. Besonders die jungen Spieler wie Podolski und Schweinsteiger, aber auch Kuranyi sorgten vorne im Angriff für viel Wirbel, der sofort zu Torchancen führte: In der zweiten Minute spielte Ballack einen langen Pass auf Kuranyi, der Podolski bediente. Der junge Kölner zog schön in die Mitte und schoss aus 16 Metern knapp am Tor vorbei.

Doch nach dem Motto vorne hui, hinten pfui wurde schon im Gegenzug klar, dass dieses Spiel eine Zitterpartie wird. Die deutsche Abwehr wackelte, sie offenbarte erneut Stellungsfehler. Die Australier, die sich keinesfalls versteckten sondern ihrerseits die Deutschen früh attackierten, nutzten immer wieder die Lücken auf den Außenpositionen, bei der Elf von Trainer Farina klappte das Umschalten von Abwehr auf Angriff hervorragend. So spielte der Underdog aus "Down Under" zum Entsetzen der 48.000 Zuschauer im Frankfurter WM-Stadion hervorragend mit. Bei jedem Angriff des Ozeanienmeisters mussten die Fans die Luft anhalten, denn fast immer kamen die Australier gefährlich vor das Tor.

Umso größer war die Erleichterung, als in der 17. Minute Klinsmanns Truppe in Führung ging. Einen feinen Schuss von Friedrich aus rund 25 Metern lenkt Kuranyi unhaltbar für Torwart Schwarzer ins Netz. Die Fans jubelten und sprangen von ih-ren Sitzen auf, doch kaum saßen sie wieder auf ihren Plätzen fiel in der 21. Minute der Ausgleich. Nach einem langen Ball auf Aloisi waren sich Huth und der herauseilende Kahn zunächst uneins, Huth brachte Aloisi zu Fall, Schiedsrichter Amarilla aus Paraguay entschied auf Freistoß. Skoko verwandelte, indem er unter der hochspringenden Mauer durchspielte, Kahn stand auf dem falschen Fuß.

Nur zwei Minuten später gelang der deutschen Mannschaft die erneute Führung. Nach einer Ecke kam Schneider an den Ball und spielte flach nach innen. Per Mertesacker schoss aus fünf Metern in den Winkel. Die Freude währte jedoch nur acht Minuten. In der 31. Minute schickte der glänzend aufgelegte Skoko Stürmer Aloisi in den Sechzehner. Der erkämpfte sich vor Huth den Ball und schoss flach ins kurze Eck ein. Nach dem erneuten Ausgleich wirkte die deutsche Mannschaft verunsichert, die Australier spürten, dass sie an diesem Abend gegen den aktuellen Vizeweltmeister eine echte Chance hatten. Es gab Tormöglichkeiten hüben wie drüben.

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