DFB-Präsident geht in die Offensive
Zwanziger will Ahmadinedschad die Meinung sagen

Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger plädiert im Falle eines WM-Besuchs des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad für eine offene Auseinandersetzung mit dem umstrittenen Staatsoberhaupt.

Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger hat im Falle eines WM-Besuchs des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad eine offene Auseinandersetzung mit dem umstrittenen Staatsoberohaupt angeregt. "Wenn er denn kommt und hier Eingang findet, dann muss man ihm natürlich in aller Deutlichkeit sagen, dass das, was er verkündet, absolut unakzeptabel, verbrecherisch und weit von der Realität entfernt ist", sagte Zwanziger in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.

"Ausgrenzen macht solche Leute noch zu Märtyrern"

Zwar würde der 60-Jährige einen WM-Besuch des iranischen Präsidenten nicht begrüßen, ein Einreiseverbot jedoch hält Zwanziger für ein falsches Signal: "Ausgrenzen macht solche Leute meistens noch zu Märtyrern in den Reihen, die ihnen gerne nachlaufen."

Ahmadinedschad hat allerdings bereits durchblicken lassen, auf eine Anwesenheit während der WM zu verzichten und stattdessen seinen Stellvertreter Esfandiyar Rahim Maschaie nach Deutschland schicken zu wollen. Ahmadinedschad ist auf Grund der iranischen Atompolitik und seiner fortwährenden Leugnung des Holocaust äußerst umstritten.

© SID

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