Doppeltes Comeback
Freiburg kommt Klassenverbleib näher

Die Champions-League-Teilnahme wird für Wolfsburg immer schwieriger. Gegen den SC Freiburg kamen die Wölfe nicht über ein 2:2 hinaus. Die Gäste aus dem Breisgau bewiesen Moral – und holten zweimal einen Rückstand auf.
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WolfsburgDer SC Freiburg hat einen weiteren Schritt zum Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga gemacht. Die Freiburger feierten am Samstag beim VfL Wolfsburg mit dem 2:2 (0:1)-Unentschieden einen weiteren Punktgewinn und liegen vor dem Spiel des Hamburger SV an diesem Sonntag in Augsburg neun Punkte vor dem Relegationsplatz.

Während die SC-Profis nach den Toren von Admir Mehmedi (61. Minute) und Marco Terrazzino (83.) zufrieden sein durften, mussten die Wolfsburger einen Rückschlag einstecken. Durch das unerwartete Remis wird die erhoffte Champions-League-Teilnahme immer schwieriger. Die VfL-Treffer erzielte vor 28.255 Zuschauern Außenangreifer Ivan Perisic (3., 70.). Pech hatte der VfL bei einem Pfostenschuss von Kevin de Bruyne in der Nachspielzeit.

Die Wolfsburger spielten lediglich in der Anfangsphase stark, bauten ab Mitte der ersten Halbzeit jedoch ab und wirkten phaseweise zu lethargisch. Aus ihrer anfänglichen Überlegenheit machten sie zu wenig und wurden dafür am Ende bestraft.

Der frühe Treffer von Perisic gab den Gastgebern zunächst Sicherheit. Der kroatische Nationalspieler verlängerte eine Freistoßflanke von Ricardo Rodriguez mit dem Kopf ins Netz. Die VfL-Fans sangen wieder vom „Europapokal“, den die Wolfsburger ja bereits sicher haben.

Der VfL spielt zumindest in der Europa League, hat aber noch Chancen auf die höherklassige Champions League. In der zweiten Hälfte pfiffen indes immer mehr Zuschauer und ärgerten sich über die Nachlässigkeiten. Besser wurde die Stimmung zwischenzeitlich durch den zweiten Treffer von Perisic, der einen Pass von Christian Träsch einschob.

Das Fehlen des gesperrten Luiz Gustavo (Gelb-Rot) machte sich mit zunehmender Spielzeit bemerkbar. Slobodan Medojevic durfte für den brasilianischen Nationalspieler auflaufen, konnte allerdings an der Seite von Jan Polak keine Akzente setzen.

Die Sperren des Mittelfeldspielers Felix Klaus und des Außenverteidigers Oliver Sorg trafen die Freiburger noch schwerer. Sebastian Kerk blieb im Mittelfeld blass, der überraschend als Rechtsverteidiger spielende Gelson Fernandes hatte gute Aktionen, aber auch Probleme bei schnellen Dribblings von Perisic.

Die anfangs unterlegenen Freiburger mühten sich immer wieder um eigenen Offensivaktionen. Die Gäste kamen in der ersten Halbzeit allerdings nur selten gefährlich in den Strafraum der Wolfsburger. Ihre beste Chance besaßen die Breisgauer bei einem Fernschuss von Vladimir Darida (24.), der an die Latte krachte.

Nach der Pause erhöhten sie den Druck auf die Gastgeber und wurden belohnt. Der bis dahin unauffällige Admir Mehmedi tanzte auf der linken Seite den ehemaligen Nationalspieler Christian Träsch aus und ließ VfL-Keeper Max Grün bei seinem Treffer schlecht aussehen. Träsch machte seinen Fehler später gut, als er auf der Linie (71.) nach einem Schuss von Karim Guede rettete. Den zweiten Treffer erzielte der eingewechselte Terrazzino: Der Joker ließ erneut Träsch schlecht aussehen und nutzte eine Vorlage von Christian Günter.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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