Elfenbeinküste verabschiedet sich aus Turnier
Elefanten freuen sich schon am 2010

Während für Serbien und Montenegro das Kapitel WM 2006 mit einer weiteren Niederlage endete, schöpft die Elfenbeinküste aus dem 3:2-Erfolg zum Abschluss schon einmal Kraft für die neue WM.

Die Elfenbeinküste konnte die große Bühne nach ihrem ersten Sieg bei einer WM erhobenen Hauptes verlassen, für Serbien und Montenergo endeten die Titelkämpfe in einem Desaster. "Wir haben uns mit den besten Nationen gemessen", sagte Bundesliga-Profi Guy Demel vom Hamburger SV, doch das ist ihm und seinen Mitspielern nicht mehr genug: "In ein paar Jahren wollen wir auf deren Level spielen". Bei der WM 2010 in Südafrika soll es so weit sein, die Ivorer sind davon überzeugt, dass ihren respektablen Leistungen bei der WM-Premiere dann mehr als nur ein dritter Platz in der Vorrunde folgen wird.

"Wir sollten uns nicht grämen, dass wir ausgeschieden sind", erklärte Stürmer Aruna Dindane, der seine starke Leistung beim 3:2 (1:2) über "SM" mit zwei Treffern krönte und folgerichtig zum "Man of the Match" gekürt wurde. "Alle 32 Mannschaften bei einer WM spielen auf einem hohen Niveau, und wir haben bewiesen, dass wir mithalten können", sagte der Angreifer vom RC Lens. Cyrille Domoraud blickte optimistisch voraus: "2010 wird ein gutes Turnier für die Elfenbeinküste."

"Wir waren noch nicht gut genug"

Für Trainer Henry Michel war die sportlich unbedeutende, aber packende Partie gegen das nicht mehr existente Staatenbündnis ein Spiegelbild des Turnierverlaufs der "Elefanten". "Wir waren noch nicht gut genug für die höchsten Ansprüche. Um dahin zu kommen, muss die Defensive stabiler und die Offensive effektiver werden", sagte der Franzose, der sein Glück nun beim Klub Al Arabi in Katar sucht. "Aber großes Potenzial ist zweifelsohne vorhanden", ergänzte er. Stürmerstar Didier Drogba, wegen einer Gelbsperre nicht im Einsatz, sah es ähnlich: "Wir waren hier, um zu lernen. Man hat gesehen, dass uns noch die Konstanz fehlt. Wir brauchen noch mehr Krieger."

An Kampfkraft hatte es den Ivorern jedoch am wenigsten gemangelt. Bei den beiden 1:2-Niederlagen hatten sie den Top-Teams aus Argentinien und den Niederlanden jeweils zugesetzt, den Lohn für ihr Engagement gab es jedoch erst gegen die Rumpfelf vom Balkan. Nikola Zigic (10.) und Sasa Ilic (20.) hatten für ein schnelles 2:0 gesorgt. Doch Dindane mit einem Handelfmeter (37.), dann per Kopf (67.) und schließlich Bonaventure Kalou ebenfalls per Handelfmeter (86.) drehten die Partie. Für zusätzliche Aufregung sorgten die Gelb-Roten Karten für Albert Nadj (45.) und Domoraud (90.).

Deutschland war toll

Wenn es nach Yaya Toure ginge, gäbe es schon bald ein Wiedersehen in Deutschland. "2010 ist die WM in Afrika, aber ich hätte nichts dagegen, 2014 wieder nach Deutschland zu kommen. Ich fand es wirklich sehr schön hier und habe die Zeit sehr genossen", sagte der Mittelfeldspieler.

Ein Wiedersehen mit Serbien und Montenegro ist dagegen ausgeschlossen. Mit der dritten Niederlage in der dritten Partie beschloss die Mannschaft von Trainer Ilija Petkovic ihre Geschichte. Wie das Staatenbündnis zerfällt nun auch das Team. Wo der Coach nach seinem Abschied künftig arbeitet, ist ebenso unklar wie die Zukunft von Torwart Dragoslav Jevric, dem einzigen Montenegriner bei "SM". "Ich weiß noch nicht, ob ich weiterspiele", sagte er und fügte seine sportliche Einschätzung hinzu: "Wir hätten ein Remis verdient gehabt. Am meisten tut es mir für Mladen Krstajic leid."

Der Bundesliga-Profi von Schalke 04 wird die WM und vor allem sein letztes Spiel in schlechter Erinnerung behalten. Bereits nach 15 Minuten brach sich der 32-Jährige den linken Unterarm. Das Pech des Linksverteidigers stand symbolisch für die Gesamtsituation. Es war ein bitterer Abschied für Serbien und Montenegro von der Fußball-Landkarte.

© SID

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