EM-Qualifikation
Kroos knackt das irische Bollwerk – doch vergeblich

Gegen Irland ist die deutsche Nationalmannschaft überlegen und tonangebend. Doch die DFB-Elf macht es lange zu umständlich – und wird am Ende bestraft. Den 1:0-Sieg verspielte der Weltmeister in der Nachspielzeit.
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GelsenkirchenViele Verletzte, ein clever verteidigender Gegner und fehlendes Fortune: Die deutsche Nationalmannschaft muss nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Irland um die Qualifikation für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich bangen. Dabei spielten die Mannen von Bundestrainer Joachim Löw erneut recht ordentlich und wurden 20 Minuten vor Schluss für das Anrennen endlich belohnt: Gegen tief stehende Iren war es Toni Kroos, der Fußball-Deutschland mit einem perfekten Fernschuss erlöste.

Bis dahin war der Weltmeister mit starkem Willen gegen die irische Defensive angerannt. Um sich dann in den Schlussminuten mit fahrigem und teilweise arrogantem Auftreten wieder alles zu verspielen. Im Vergleich zum Polen-Spiel musste Löw seine Elf auf zwei Positionen verändern: Für Christopher Kramer spielte Matthias Ginter im defensiven Mittelfeld. Auf links durfte Julian Draxler für André Schürle in seinem Heimatstadion ran. Beide leiden an einem Infekt.

Den ersten Aufreger gab es gleich in der fünften Minute: Erik Durm jagte den Ball aus gut 20 Metern an die Querlatte. Irlands Keeper David Forde stand zu weit vor dem Tor und hätte den Ball wohl nicht gehalten. Die Szene gab der deutschen Elf die nötige Sicherheit.

Auch wenn es an Automatismen mangelte, kontrollierte sie das Spiel. Wie schon gegen Polen war die rechte deutsche Seite die spürbar aktivere. Vor allem Karim Bellarabi wirbelte in der Anfangsphase die Abwehr der Gäste mit dem einen oder anderen Dribbling durcheinander.

So ließ die nächste Chance nicht lange auf sich warten: Nach einer feinen Freistoßvariante kam Antonio Rüdiger aus guter Position zum Kopfball, setzte diesen aber knapp neben den rechten Pfosten. Nur eine Minute später verzog Toni Kroos nach einem schönen Spielzug über links aus 16 Metern – da war mehr drin.

Deutschland startete stark, die Iren gelinde gesagt übervorsichtig. Hier und da mal ein Ansatz oder der Versuch, einen Freistoß herauszuholen – ansonsten lautete das Motto: lieber einen langen Pass ins Niemandsland, nur um bloß nicht den Ball in der Vorwärtsbewegung zu verlieren. So rannten die Weißen immer wieder gegen die „grüne Wand“ an, das aber durchaus mit guten Ideen.

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Kroos knackt das irische Bollwerk – doch vergeblich

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Strafraumszenen im Minutentakt

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Deutschland fehlt ein Goalgetter

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