Entscheidung im TV-Rechtepoker
„Gut für den Fußball und gut für das Publikum“

In Zukunft liegen die Live-Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga nicht mehr beim Pay-TV-Sender Premiere. Im Anschluss an die Entscheidung der DFL sammelte der sid erste Reaktionen.

Die Stimmen in der Übersicht

Rainer Hüther (DSF-Geschäftsführer): "Ein großer Tag für das DSF. Wir sichern damit das Kernrecht des Senders für die nächsten Jahre. In dem damit verbundenen hoch kompetitiven Bieterverfahren haben wir alle unsere Ziele erreicht. Mit der erneuten Rechtevergabe an das DSF honoriert die DFL unsere hohe Kompetenz in der Bundesliga-Berichterstattung. Wir werden dieses Vertrauen auch in den nächsten Jahren bestätigen und den Fans die Bundesliga gewohnt hochklassig präsentieren."

Michael Meier (DFL-Vorstandsmitglied): "Es ist der richtige Beschluss. Nach den Kriterien, die wir heranziehen mussten, war es die richtige Entscheidung."

Harald Strutz (DFL-Vorstandsmitglied): "Mit dem wirtschaftlichen Ergebnis kann jeder zufrieden sein. Der Abschluss ist auch unter perspektivischen Gesichtspunkten zu sehen."

Andreas Rettig (DFL-Vorstandsmitglied): "Ich bin traurig, dass wir einen langjährigen Partner verloren haben. Dass man Fußball-Kompetenz von A nach B verteilen kann, ist nicht zum ersten Mal vorgekommen."

Peter Voß (Intendant des Südwestrundfunks): "Das Runde gehört ins Erste. Die Entscheidung der Deutschen Fußball Liga ist ein Sieg der Vernunft und darüber können sich alle Zuschauer freuen. Spitzenfußball verschwindet nicht im teuren Bezahlfernsehen. Die Bundesliga bleibt im Free-TV, und im Free-TV bleibt die ARD die erste Adresse. Dafür sind wir bei den Verhandlungen bis an die Schmerzgrenze gegangen. Dabei kam uns aber zugute, dass die Bundesliga im Ersten auch wirklich bei den Fußballfreunden ankommt. Die Sportschau ist eine Erfolgsgeschichte. Das hat letztlich auch die Liga überzeugt."

Thomas Gruber (ARD-Vorsitzender): "Wir freuen uns über den Zuschlag der DFL. Mit dem Zuschlag für die ARD wird nicht nur der große Erfolg der Sportschau gewürdigt, sondern auch dem Wunsch der Fans und unserer Zuschauer Rechnung getragen. Somit kann jeder in Deutschland, und insbesondere auch die Jugend, zu einer zuschauerfreundlichen Zeit am Bundesliga-Geschehen teilhaben."

Günter Struve (ARD-Programmdirektor): "Der Zuschlag für die ARD ist die Anerkennung der Qualität und des Publikumserfolges der Sportschau. Nun wird die Erfolgsgeschichte der Sportschau fortgeschrieben. Die Sportschau wird nach wie vor über sieben Spiele berichten - die sechs Samstags-Spiele sowie - als Erster im frei empfangbaren Fernsehen - über das Freitagsspiel. Hinzu kommen wie bisher die zwei Livespiele pro Saison."

Fritz Pleitgen (WDR-Intendant): "Die Sportschau ist die beste Werbung für die Bundesliga. Die Entscheidung der DFL bestätigt unsere Leistung. Wir werden auch in Zukunft alle Register ziehen, um den deutschen Spitzenfußball so attraktiv wie möglich zu präsentieren. Dass die Highlights der Bundesliga möglichst zeitnah nach Spielschluss - also deutlich vor 20.00 Uhr - gezeigt werden, ist ein ständig geäußerter Wunsch der Fans. Auch von den Vereinen wissen wir, dass sie die Bundesliga am besten in der Sportschau aufgehoben sehen. Was die DFL heute verkündet hat, ist gut für den Fußball und gut für das Publikum."

Jobst Plog (stellvertretender ARD-Vorsitzender): "Mit der erneuten Vergabe an die ARD hat die DFL das Verdienst der Sportschau gewürdigt, die die Bundesliga wieder zu einem breiten Publikums-Magneten im Fernsehen gemacht hat. Damit bleibt die Bundesliga das was sie ist und sein sollte, ein Produkt für alle Menschen."

Bernd Hoffmann (Vorstandsvorsitzender Hamburger SV): "Der Vertrag hat meine wirtschaftlichen Erwartungen voll erfüllt. Der Vertrag führt aber nicht automatisch dazu, dass wir jetzt international konkurrenzfähiger sind. Aber zumindest haben wir uns den europäischen Ligen angenähert. Der Vertrag ist eine gute Basis für die nächsten drei Jahre."

Rolf Dohmen (Sportdirektor Karlsruher SC): "Es wir natürlich einige Fans geben, denen die Anstoßzeit der 2. Liga am Freitag um 18.00 Uhr nicht gefallen wird. Dennoch denke ich, dass die Verträge auch im Sinne der 2. Liga abgeschlossen wurden. Ein Abstieg in die Regionalliga wurde finanziell abgefedert. Allerdings müssen wir noch auf den Verteilungsschlüssel, über den im Januar entschieden wird, abwarten."

Gerhard Mayer-Vorfelder (Präsident des Deutschen Fußball-Bundes): "Es gab nur Informationsfragen einzelner Vereinsvertreter, aber es war von vornherein feststehend, dass das Vorgetragene auch abgesegnet wird. Es war so, dass Premiere auf die Karte alles oder nichts gesetzt hat. Da war es klar, dass man beim Bezahlfernsehen auf einen neuen Anbieter ausweicht. Für Premiere ist das natürlich eine schwierige Situation. Die Freitagsspiele waren immer sehr beliebt, die Sonntagsspiele weniger. Ich glaube, wir haben eine gute Lösung gefunden, alle können zufrieden sein."

Heribert Bruchhagen (Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt): "Dass die Sportschau weiter um diese Uhrzeit am Samstag im Free-TV zu sehen ist, ist ein Erfolg für die Fans. Bei einem Gespräch mit Herrn Mahr habe ich gesagt, dass ich als Kind mit meinem Bruder immer zwischen 18.00 und 20.00 Uhr zu Hause die Sportschau gesehen habe. Das war der Kristallisationspunkt unserer Familie. Mama hat gekocht und wir haben Fußball gesehen."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%