Entscheidung nach 13 Minuten
Bayern überrollt hilflose Hertha

Rekordmeister Bayern München hat Aufsteiger Hertha BSC Berlin überrollt. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes bezwang die hilflosen Gäste deutlich - das Spiel war bereits nach 13 Minuten entschieden.
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MünchenMit einem Blitzstart und drei Toren binnen 13 Minuten hat Rekordmeister Bayern München Aufsteiger Hertha BSC Berlin überrollt und den Grundstein für seinen siebten Saisonsieg in der Bundesliga gelegt. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes bezwang die hilflosen Gäste letztlich 4:0 (3:0) und behauptete leicht und locker ihre Tabellenführung.

Mario Gomez (5.), Franck Ribéry (7.) und Bastian Schweinsteiger (13.) hatten früh für klare Verhältnisse gesorgt. Gomez mit seinem zehnten Saisontor (69., Foulelfmeter) erzielte den Endstand.

Außerdem hat Bayern-Torwart Manuel Neuer nach jetzt 748 Minuten ohne einen Gegentreffer weiter den Bundesliga-Rekord von Timo Hildebrand (884) im Blick. Insgesamt ist Neuer seit 1108 Pflichtspielminuten unbezwungen.

Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena hatten die Bayern gegen ihre "Filiale" mit vier früheren Bayern-Profis, darunter Hertha-Coach Markus Babbel, leichtes Spiel. Waren es vor dem Spiel noch die ehemaligen Münchner Thomas Kraft, Christian Lell und Andreas Ottl, die mit Blumen für ihre Zeit beim FCB geehrt worden waren, verteilten mit dem Anpfiff die Berliner die Geschenke. Im defensiven Mittelfeld standen Ottl und Perter Niemeyer viel zu weit weg von ihren Gegnern, und auch die Abwehr der passiven Hertha stand oft nur Spalier.

Die Gäste brauchten 15 Minuten, bis sie ihre Ordnung gefunden hatten, doch da war das Spiel schon so gut wie verloren. Beim ersten Gegentor vertändelte Levan Kobiaschwili den Ball, Kraft im Tor sah bei Gomez' Kullerschuss aus 22 Metern unglücklich aus. Beim zweiten Tor der Bayern spielte der ehemalige Berliner Jerome Boateng mit Niemeyer und Kobiaschwili zwei Gegner aus, ehe er Ribéry bediente, der aus fünf Metern unbedrängt vollstreckte. Beim 3:0 sah Niemeyer zu, wie Schweinsteiger auf Vorlage von Ribéry aus 16 Metern von drei gelangweilt umherstehenden Berlinern ungestört einschoss. Kraft sah erneut nicht gut aus.

3:0 nach 13 Minuten - ähnlich früh hatten die Bayern zuletzt vor fast 29 Jahren geführt. Am 5. Februar 1983 benötigten sie gegen den Karlsruher SC nur zwölf Minuten (Endstand 6:1). Mit den fast sicheren drei Punkten im Blick und dem Champions-League-Spiel am Dienstag beim SSC Neapel im Kopf schalteten die Münchner bald zwei Gänge zurück. Gomez per Heber (18.), Ribéry (34.), Thomas Müller (35.), erneut Gomez und Müller (40.) sowie Boateng hätten das Ergebnis jedoch noch vor der Pause deutlicher gestalten können. Von der Tribüne aus sah der dauerverletzte Superstar Arjen Robben zu - zumindest gegen die Hertha wurde er nicht gebraucht.

Neuer wurde in der ersten Halbzeit kein einziges Mal geprüft. Raffael gab den einzigen Torschuss der Hertha ab, verfehlte das Ziel aber klar (39.). Nach der Pause taten die Bayern nicht mehr als nötig, gegen die zahnlose "alte Dame" war das aber mehr als genug. Gomez (54.) und Kapitän Philipp Lahm nach Doppelpass mit Müller (55.) hatten weitere gute Gelegenheiten. Als Ribéry dann im Strafraum von Roman Hubnik zu Fall gebracht wurde, erhöhte Gomez - sehr zum Verdruss des kleinen Franzosen, der gerne selbst geschossen hätte. Kurz darauf gab Bayerns Ivica Olic sein Comeback nach zwei Monaten Verletzungspause.

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