Erstes öffentliches Training der Nationalmannschaft beim Confederations Cup
DFB-Elf: Gymnastik und Musik im Training

1300 Fans sahen beim ersten öffentlichen Training des deutschen Teams wie sich die Nationalkicker bei Spielchen und Musik die Glieder lockerten. Als es im Übungsspiel zu entspannt wurde, machte Oliver Kahn seiner Mannschaft lautstark Beine. Ein 0:5 wollte er schließlich nicht kampflos hinnehmen.

HB HERZOGENAURACH. Zum ersten Mal machte die Nationalmannschaft während des Turniers die Tore auf - und sofort strömten die Fußball-Fans zur einzigen öffentlichen Trainingseinheit während des Confederations Cups. Rund 1300 wollten einen Tag nach dem 2:2 gegen Argentinien im beschaulichen Franken-Städtchen Herzogenaurach Jürgen Klinsmann und sein Team sehen. Die Spieler schossen als Dankeschön 80 original Turnierbälle ins Publikum. Oliver Bierhoff dankte den Fans im Adi-Dassler-Stadion, das DFB-Ausrüster adidas zur Verfügung stellte, über eine provisorische Lautsprecheranlage: "Es freut uns, dass wir so eine große Unterstützung bekommen."

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sieht sich angesichts der geweckten Euphorie um die DFB-Auswahl offenbar veranlasst, seine Strategie im Umgang mit Fans und öffentlichen Trainingseinheiten neu zu ordnen. "Diese Dinge werden für die WM noch einmal überdacht werden", bestätigte Mediendirektor Harald Stenger. Bisher gab es für die zunehmende Schar der deutschen Anhänger fast keine Gelegenheit, ihre Stars hautnah zu erleben. Beim Confed-Cup wird das Show-Training von Herzogenaurach das einzige bleiben, der DFB führt vor allem "logistische Gründe" an, die mit den Umzügen des Teams zu tun haben.

Am Mittwoch hatten die Fans und auch die Spieler jedenfalls riesigen Spaß. Nach einer Gymnastik mit Musik boten Michael Ballack und Co. bei einem Spielchen Neun gegen Neun hohen Unterhaltungswert. Beim 6:6 zwischen dem Team Ballack und der Mannschaft Frings hätten ein Hattrick von Sebastian Deisler und ein 0:5-Rückstand fast Oliver Kahn die Laune verdorben. Doch der Münchner Keeper trieb sein Team noch zum Remis.Die Fans feierten jedoch bei der namentlichen Vorstellung aller Spieler einen anderen Mann wie schon im Nürnberger Frankenstadion besonders: "Huth, Huth, Huth" - nicht nur dieser Spruch wird langsam Kult. Der 20-jährige Wahl-Engländer hat im bisherigen Turnier wohl die meisten Sympathie-Punkte gesammelt.

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