Euro 2008
Schneider fährt nicht mit

Aus der Vermutung ist bittere Gewissheit geworden: Bernd Schneider fährt definitiv nicht mit zur EM in Österreich und der Schweiz. Joachim Löw tut der Ausfall richtig weh. Bis zuletzt hatte der Bundestrainer auf eine schnelle Genesung seines Mittelfeldakteurs gehofft, aber die Hoffnung war nur von kurzer Dauer: Schneider kann definitiv nicht spielen.

"Der Ausfall von Bernd tut uns richtig weh, denn er ist dank seiner Erfahrung und spielerischen Klasse ein Leistungsträger und Führungsspieler unserer Nationalmannschaft", sagte Löw am Freitag nach einem langen Telefonat mit dem 81-maligen Nationalspieler von Bayer Leverkusen.

Der 34-Jährige hatte sich vor einer Woche einer Bandscheiben-Operation an der Halswirbelsäule unterziehen müssen. Man müsse nun aber "gemeinsam akzeptieren, dass das mit den Medizinern abgestimmte Aufbau-Programm von Bernd eine schnelle Rückkehr in den Trainingsbetrieb nicht zulässt", führte der Bundestrainer weiter aus. Am wichtigsten sei derzeit, "dass Bernd für die neue Saison wieder fit wird und seine Laufbahn fortsetzen kann".

Löw: "Wir müssen uns bei den EM-Planungen auf die neue Situation einstellen"

Nach dem Eingriff hatten sich die Ärzte und Löw zunächst mit Prognosen zurückgehalten. Schneider selbst äußerte sich durchaus optimistisch, eventuell doch an der EM teilnehmen zu können. Nun aber bestehe Klarheit, meinte Löw, "so dass wir uns bei den EM-Planungen auf die neue Situation einstellen können".

Am 16. Mai wird Löw seinen 23-köpfigen Kader für die EM-Endrunde in Österreich und der Schweiz (7. bis 29. Juni) auf der Zugspitze benennen. Nach dem Ausfall von Schneider steigen nun die Chancen des Hamburgers Piotr Trochowski. Aber auch Roberto Hilbert vom VfB Stuttgart wäre ein Kandidat.

© SID

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