Europas Fußballer des Jahres
Ronaldo jetzt vor Messi Rekordsieger

Messi oder Ronaldo: Bei praktisch jeder Preisverleihung im Fußball stellt sich diese Frage. Vor der Kür von Europas Fußballer des Jahres herrschte Gleichstand zwischen den beiden Megastars – nun liegt Ronaldo vorn.
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Monte CarloCristiano Ronaldo küsste stolz die Trophäe als bester Spieler des Kontinents im Grimaldi Forum in Monte Carlo, seinem langjährigen Rivalen Lionel Messi blieb nur die Rolle als fairer Gratulant. Im ewigen Wettstreit der beiden Weltstars des Fußballs feierte der Portugiese Ronaldo am Donnerstag mit der dritten Auszeichnung als Europas Fußballer des Jahres einen weiteren wichtigen Erfolg. Nachdem sowohl er als auch Messi zuvor jeweils zweimal die seit 2011 im aktuellen Format ausgerichtete Wahl für sich entschieden hatten, darf sich der 32-Jährige nun Rekordgewinner nennen.

„Ich bin gesegnet, dass ich das alles erleben darf“, sagte Ronaldo: „Es ist harte Arbeit, aber ich tue das, was ich liebe. Und ich stelle mich in jedem Jahr derselben Herausforderung: Alles zu gewinnen, was möglich ist.“

Da der Europameister in der vergangenen Saison mit Real Madrid erstmals in der Champions-League-Geschichte den Titel erfolgreich verteidigte, dabei zum fünften Mal in Folge Torschützenkönig wurde und auch den Meistertitel in Spanien gewann, ist die Auszeichnung folgerichtig. Mit 482 zu 141 Punkten fiel sie auch sehr deutlich aus. Ebenso folgerichtig gewann Ronaldo auch die Auszeichnung als bester Stürmer der vergangenen Champions-League-Saison gegen Messi vom FC Barcelona.

Die drei deutschen Nominierten gingen am Donnerstag in Monte Carlo im Rahmen der Gruppenauslosung zur Champions League leer aus. Nationalmannschafts-Kapitänin Dszenifer Maroszan musste sich bei der Wahl zu Europas Fußballerin des Jahres zum dritten Mal hintereinander mit Rang drei begnügen (47 Punkte). Es gewann die niederländischen Europameisterin Lieke Martens (95), einst in Diensten des FCR Duisburg, vor der Dänin Pernille Harder vom VfL Wolfsburg (81). „Es ist unglaublich, ich lebe im Moment einen Traum“, sagte Martens: „Hätte mir das alles vor ein paar Monaten jemand vorhergesagt, hätte ich es nicht geglaubt.“

Manuel Neuer musste sich bei der Wahl des besten Torhüter der Königsklasse dem Italiener Gianluigi Buffon vom Finalisten Juventus Turin geschlagen geben. Der 39-Jährige war als dritter Spieler neben Ronaldo und Messi auch als Spieler des Jahres nominiert und wurde mit 109 Punkten Dritter. Toni Kroos musste den Preis als bester Mittelfeldspieler seinem Real-Teamkollegen Luka Modric überlassen. Der war bei der Gesamt-Wahl direkt vor Kroos Vierter geworden. Bester Abwehrspieler wurde Sergio Ramos, ebenfalls von Real Madrid.

Den President's Award erhielt Francesco Totti. Der 40-Jährige, der seine Karriere im Sommer beendete, hatte seine komplette Profi-Laufbahn bei AS Rom verbracht. 2006 wurde er mit Italien in Deutschland Weltmeister. Die Ehrung wird seit 1998 mit Ausnahme von 1999, 2015 und 2016 vergeben. 2012 erhielt sie Franz Beckenbauer.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ist schon richtig, dass er vor Messi liegt, soll ja auch viel mehr Steuern hinterzogen haben. Tolle Vorbilder die beiden.

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