Ex-Chefermittler Michael Garcia
Ernsthafte Probleme bei der WM-Vergabe

PremiumMichael Garcia trat als Chefermittler der Fifa im Dezember zurück, um ein Zeichen zu setzen. Sein Bericht ist bis heute nicht an die Öffentlichkeit geraten.

DüsseldorfMichael Garcia hat den Ruf, tiefgründig und schonungslos zu sein. Mit dieser Einstellung machte sich der ehemalige New Yorker Staatsanwalt auch bei der Fifa an die Arbeit. 19 Monate lang analysierte er als Chefermittler des Verbandes, wie es dazu kam, dass die Weltmeisterschaft 2018 an Russland und 2022 an Katar vergeben wurde. Es waren Entscheidungen, die in der Öffentlichkeit viel kritisiert wurden. Auf 430 Seiten fasste Garcia seine Ergebnisse zusammen.

Sein Bericht habe „ernsthafte und tiefgreifende Probleme beim Bieter-und beim Auswahlverfahren identifiziert“, sagte Garcia. Doch seine Ermittlungen blieben ohne Konsequenzen. Der Fußball-Verband entschied sich, den Bericht nicht zu veröffentlichen,...

 
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