FC Bayern gegen Juve
Endspiel für Pep

Für den FC Bayern steht das wichtigste Spiel des Jahres an. Die Münchener sind heute im Achtelfinale der Champions League gegen Juventus Turin klarer Favorit. Doch Juve ist jederzeit für Tore gut. Die Angst spielt mit.

DüsseldorfNicht nur sportlich, auch wirtschaftlich ist das heute ein würdiges Achtelfinale der Champions League (Handelsblatt-Liveticker ab 20.45 Uhr). Es spielt die Nummer drei gegen die Nummer acht – gemessen am Marktwert der beiden Kader von Bayern München und Juventus Turin. Die Tabellenführer aus Deutschland und Italien haben Spieler im Wert von insgesamt fast einer Milliarde Euro unter Vertrag.

Ginge es nur nach dem Wert der Spieler (Kaderwert rund 580 Millionen Euro), müssten sich die Münchener klar durchsetzen. Auch sportlich sind die Bayern besser drauf als Juve (Kaderwert 380 Millionen Euro). Doch in einem Ausscheidungsspiel spielen neben Glück auch die Nerven mit. Sollte es lange unentschieden stehen, würde den Italienern ein Tor in letzter Minute reichen.

Entsprechend angespannt schauen die Gastgeber auf das Spiel. An ein Scheitern mögen die Bayern lieber erst gar nicht denken, obwohl sie im Vorfeld solcher Finalspiele immer daran erinnert werden. „Es würde hart werden die nächsten Tage, wenn wir verlieren sollten”, räumte Bayern-Trainer Pep Guardiola ein.

So gut wie einig sind sich im Vorfeld fast alle Experten über den Spielverlauf. Die Bayern werden den Ball laufen lassen und attackieren, um ein frühes Tor zu erzielen. Konter der Italiener wollen sie früh, am besten in deren eigener Hälfte, abwehren. Der Gegner soll erst gar nicht in die Nähe des Tores von Manuel Neuer kommen.

Aus gutem Grund: Erneut müssen die Bayern mit einer Verteidigung antreten, die nicht besonders hochgewachsen ist und daher vielleicht bei Kopfballduellen im Nachteil ist. Deshalb sollen Freistöße in Tornähe und Eckstöße für die Turiner möglichst vermieden werden, damit sich die Bayern nicht unnötig ein Kopfballtor fangen.

„Es treffen zwei Systeme aufeinander, und das auf einem unglaublich hohen Niveau”, ist Bayern-Kapitän Philipp Lahm sicher. Das belegte bereits vor drei Wochen das Hinspiel, das eine Stunde wie geschmiert lief. Doch am Ende wurden die Münchner durch zwei Gegentore kalt erwischt und mussten mit einem 2:2 und einem mulmigen Gefühl nach Hause reisen.

An ihrem Konzept werden Trainer und Spieler der Bayern allerdings keineswegs rütteln. „Wir wollen sofort attackieren und so schnell wie möglich ein Tor machen”, betonte Stürmer Franck Ribéry. „Wir sind keine 0:0-Mannschaft”, sagte Weltmeister Thomas Müller und setzte beim Abschlusstraining im Schneetreiben gleich ein Zeichen: Als einer von wenigen lief er in kurzer Hose auf.

 

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