FC Bayern München
An der Isar sprudeln die Champions-League-Millionen

In vier Spielzeiten drei Finaleinzüge in der Champions League: Der FC Bayern sicherte sich damit hunderte Millionen an Zusatzeinnahmen. So konnte der Klub massiv in den Kader investieren – und erntet nun die Früchte.
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DüsseldorfGanz Europa staunt über die sportliche Dominanz des FC Bayern München – und gerade gegen „das beste Team der Welt“, den FC Barcelona. Allein mit der Überwindung des Traumas beim „Finale dahoam“ im vergangenen Jahr gegen den FC Chelsea lässt sich das aber nicht erklären.

Die bisherige Traumsaison ist ein Resultat einer über Jahre andauernden Entwicklung: Die Bayern spielen so gut, weil sie viel Geld haben – stimmt! Aber sie haben auch viel Geld, weil sie gut spielen und gut wirtschaften. Seit 2010 sind die Bayern Stammgast im Champions-League-Finale, mit Ausnahme des enttäuschenden Achtelfinal-K.O.s gegen Inter Mailand vor zwei Jahren.

So konnte sich der Verein Jahr für Jahr Zusatzeinnahmen in Millionenhöhe sichern und in erstklassige Spieler investieren. 2010 erhielt der FC Bayern mehr als 45 Millionen Euro von der Uefa. Hinzu kamen Einnahmen aus dem Ticketverkauf, Bonuszahlungen und Sponsorenverträge. Dazu kommen beachtliche Summen aus dem nationalen Marktpool. Deren Höhe hängt von der Tabellenplatzierung in der Bundesliga ab. Am Ende standen rund 57 Millionen Euro zu Buche – allein für 2010.

2011 waren es dann wegen des frühen Ausscheidens aus der Champions nur noch etwa 42,5 Millionen Euro, die die Königsklasse den Bayern einbrachte. Gut zehn Millionen Euro davon kamen vom Ticketverkauf in den Heimspielen, den Rest überwies die Uefa.

Im vergangenen Jahr kamen die Bayern sportlich und damit auch finanziell weiter: Der Finaleinzug bedeutete Zusatzeinnahmen von rund 60 Millionen Euro, und dieses Jahr könnte der FC Bayern mit einem Sieg im Finale gegen Dortmund sogar die 70-Millionen-Marke knacken. Denn bei einem Sieg im Londoner Wembley-Stadion am 25. Mai kassieren die Münchner weitere 10,5 Millionen Euro Siegprämie.

Das sind rund 230 Millionen Euro Zusatzeinnahmen innerhalb von vier Jahren allein durch die Champions League, die Einnahmen aus Bundesliga und DFB-Pokal sind dabei komplett ausgeklammert. Das entspricht dem Gesamtjahresumsatz des Ligarivalen Borussia Dortmund. Mit diesem Geld und einer soliden Finanzplanung hat der FC Bayern seit 2009 seinen Kader sukzessive verstärkt und auf Weltklasseformat gebracht.

Arjen Robben, Manuel Neuer, Mario Gomez, Dante, Mario Mandzukic, Javi Martinez – all diese Spieler kamen in den vergangenen vier Jahren und ohne diese Spieler wäre der Rekordmeister nicht da, wo er jetzt steht. Die Verpflichtung von BVB-Juwel Mario Götze ist eine konsequente Fortsetzung dieser Strategie. Stürmerstar Robert Lewandowski könnte folgen.

Sollte sich der neue Trainer Pep Guardiola in der kommenden Saison gut in München einleben und rasch sportliche Erfolge feiern, kann sich Fußball-Europa auf eine längere Periode der Bayern-Dominanz einstellen. Und die Kassen klingeln weiter.

Anis Micijevic ist freier Journalist und schreibt für Handelsblatt Online. Quelle: Armin Dahl / Handelsblatt Online
Anis Micijevic
Handelsblatt / Spätdienst Online + Mobile

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  • Da hat euch die dpa aber n Ei ins Nest gelegt, offensichtlich ist das Bild von dem Erfolg gegen Juventus, wie sich unschwer an dem Trikot erkennen lässt, das von Boatengs Rücken baumelt...

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