FC Bayern München
Der Rekordmeister braucht neue Stars

Gegen Real in der Champions League raus, gegen den BVB im Pokal verloren: Der Kader der Bayern reicht nicht für Big Points. Neue Superstars müssen her. Das klappt nur, wenn der Klub mächtig investiert. Ein Kommentar.
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DüsseldorfBeim FC Bayern zählt nur der Erfolg. Richtig gut ist eine Saison inzwischen nur, wenn mindestens zwei Titel dabei rausspringen. Das ist nun nicht mehr drin, weil die Bayern innerhalb einer Woche im DFB-Pokal und der Champions League ausgeschieden sind. Nur die Deutsche Meisterschaft wird es am Ende wohl werden. Für die Ansprüche des Rekordmeisters ist das eindeutig zu wenig.

Kein geringerer als Kapitän Philipp Lahm formulierte dieses Selbstverständnis vor dem verlorenen Halbfinale gegen den BVB: „Ob es eine gute oder sehr gute Saison wird, hängt vom Pokal ab“, betonte der Münchner Anführer. Eine „schlechte Saison“ sei praktisch schon ausgeschlossen, denn das würde ja heißen, „dass man gar keinen Titel“ gewinnen würde.

Nach der bitteren und unglücklichen Niederlage gegen den Erzrivalen aus Dortmund war von den beiden Bayern-Bossen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß wenig zur Zukunft zu hören. „Jetzt werden sie wahrscheinlich DFB-Pokalsieger werden“, gratulierte der Vorstandsvorsitzende Rummenigge.

„Es ist jetzt kein guter Abend, um über die Zukunft nachzudenken“, sagte er weiter. „Jetzt muss man erst mal in Ruhe die Wunden lecken.“ Hoeneß schwieg öffentlich lieber. Doch Bayern-Kenner Mehmet Scholl, der für die ARD das Spiel kommentierte, ist sicher, dass der Präsident intern umso heftiger wirbeln wird.

„Hätte, könnte, würde bringt dich im Fußball nicht weiter“, stellte Rummenigge schon mal fest. Er werde mit Hoeneß und auch Trainer Carlo Ancelotti am 20. Mai „die Dinge in Ruhe bewerten“. Die Fußballkenner Klaus Bergmann und Christian Kunz von der Nachrichtenagentur glauben wie Scholl: „Es könnte eine Analyse sein, die mal wieder in kostspielige Maßnahmen auf dem Transfermarkt münden könnte.“

Aus gutem Grund: Weltklassespieler wie Lahm und der Spanier Xabi Alonso hören auf. Die beiden Außenstürmer Franck Ribery und Arjen Robben sind ebenfalls nahe am Fußball-Pensionsalter. Zudem zeigten die beiden Topspiele gegen Real und den BVB: Stürmer Robert Lewandowski braucht gleichwertigen Backup, falls er mal wie in diesen beiden Spielen nicht topfit ist.

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Weltklasse-Stürmer kosten 80 Millionen Euro

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