FIFA-Chef in der Kritik
Blatters bizarrer Asienauftritt

Seine verharmlosenden Rassismus-Äußerungen scheinen FIFA-Präsidenten Blatter zu belasten. „Dies Kommentare haben mich verletzt“, sagte er auf einem Komitee-Treffen in Kuala Lumpur. Dort wirkte er schwer angeschlagen.
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Kuala LumpurDie Debatte um seine verharmlosenden Rassismus-Äußerungen scheint FIFA-Präsident Joseph Blatter schwer zu belasten. „Als FIFA-Präsident überrascht mich nichts mehr, aber diese Kommentare haben mich verletzt“, sagte der 75 Jahre alte Schweizer beim Exekutivkomitee-Treffen des Asiatischen Fußball-Verbandes (AFC) in Kuala Lumpur. „Ich kann nur sagen, dass dieses Thema für mich beendet ist. Ich habe mich entschuldigt, mehr kann ich nicht sagen“, ergänzte der Chef des Fußball-Weltverbandes.

Im Gespräch mit Reportern und auch beim offiziellen Teil der Sitzung wirkte Blatter angeschlagen. Er warf aus Versehen ein Mikrofon vom Tisch und rutschte unruhig auf seinem Sessel hin und her. Blatter hatte in TV-Interviews Rassismus auf dem Platz geleugnet und sich nach harscher Kritik für diese Äußerungen entschuldigt.

In Malaysia verfing er sich nun in ausschweifenden Antworten zu Themen wie der starken asiatischen Wirtschaft, während AFC-Offizielle versuchten, heikle Fragen zu vermeiden. FIFA-Vize Prinz Ali Bin al Hussein (Jordanien) sicherte Blatter seine volle Unterstützung zu.

Im Fall des lebenslang gesperrten früheren AFC-Chefs und ehemaligen FIFA-Präsidentschaftskandidaten Mohamed bin Hammam wollte Blatter keine Kommentare abgeben, sagte aber mit einer Spitze gegen seinen einstigen Wahlkampfhelfer: „Ich kann dem AFC nur gratulieren, wie er mit dem Problem innerhalb seines Verbandes umgegangen ist, vor allem der Tatsache, den Präsidenten ersetzen zu müssen. Jetzt haben wir einen Präsidenten (Zhang Jilong), wir haben ein Exekutivkomitee, das gut zusammenarbeitet, und ich bin sehr sehr froh darüber.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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