Fußball 2.Bundesliga
Clevere Osnabrücker schießen Berlin in die Krise

Dem VfL Osnabrück gelingt am fünften Spieltag der 2. Bundesliga ein Befreiungsschlag. Nach dem 4:1 (2:1)-Erfolg gegen Union Berlin springt die Baumann-Elf auf Platz neun.

Die Krise von Zweitligist Union Berlin spitzt sich zu. Die "Eisernen" verloren das Auswärtsspiel bei Aufsteiger VfL Osnabrück mit 1:4 (1:2) und bleiben ohne Saisonsieg weiter tief im Tabellenkeller stecken. Die seit nunmehr drei Spielen ungeschlagenen Osnabrücker dagegen verschafften sich Luft auf die Abstiegsränge.

Mittelfeldspieler Matthias Heidrich hatte den Gastgeber in der 18. Minute zunächst in Führung gebracht, ehe Unions Linksverteidiger Patrick Kohlmann (28.) mit einem Traumtor aus knapp 30 Metern der überraschende Ausgleich für die Berliner gelang. Oliver Stang (40.) und Nicky Adler (74.) brachten den VfL dann wieder auf die Siegerstraße, ehe Kristoffer Andersen (90.+1) den Endstand markierte.

"Wir wollten so aggressiv spielen wie zuletzt gegen Hertha BSC Berlin, aber das ist uns nicht gelungen", sagte Unions Trainer Uwe Neuhaus, der nun verstärkt unter Druck geraten dürfte. Neuhaus selbst sparte nicht mit Kritik an seinen Spielern: "Uns fehlt in manchen Situationen nicht nur das Glück, sondern auch die Durchschlagskraft, um den Ball auch mal über die Linie zu drücken."

Gastgeber tonangebend

Vor 12 500 Zuschauern bestimmten die Gastgeber von Beginn an das Spiel. Nach der Führung durch Heidrich, der mit einer einfachen Körpertäuschung gleich mehrere Berliner Verteidiger narrte, wirkten die Gäste völlig verunsichert. Der Ausgleich durch Kohlmanns Sonntagsschuss kam wie aus heiterem Himmel, schockierte den Aufsteiger aber nicht. Nur elf Minuten später erzielte Stang mit der Fußspitze die erneute Führung für den VfL.

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten zunächst die Osnabrücker das Spielgeschehen und hätten bereits kurz nach dem Wiederanpfiff durch Michael Lejan für klare Verhältnisse sorgen können. Doch der belgische Mittelfeldspieler scheiterte mit seinem direkten Freistoß an Union-Torhüter Jan Glinker. Ab Mitte der zweiten Halbzeit schalteten die Berliner einen Gang höher, waren dadurch jedoch auch anfälliger für Konter des Gegners.

© SID

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