Fußball 2.Bundesliga
Freiburg verhängt Aufnahmestopp für Mitglieder

Zweitligist SC Freiburg hat vorerst einen Aufnahmestopp für neue Mitglieder verhängt. Grund für die außergewöhnliche Maßnahme ist die Sorge der Breisgauer vor einer externen Einflussnahme in Sachen Volker Finke.

Die Diskussion um den scheidenden Trainer Volker Finke treibt beim Zweitligisten SC Freiburg seltsame Blüten. Der Klub-Vorstand hat offenbar aus Angst vor einer möglichen außerdordentlichen Mitgliederversammlung, auf der die beschlossene Trennung von Finke zum Saisonende rückgängig gemacht werden könnte, den Entschluss gefasst, alle Anträge auf eine Mitgliedschaft in der laufenden Saison abzulehnen.

Der Vorstand begründete seinen Schritt damit, "dass sich die Vermutung nicht von der Hand weisen lässt, dass - gerade auch im Zusammenhang mit der öffentlich diskutierten Möglichkeit einer außerordentlichen Mitgliederversammlung - von einer externen Gruppierung versucht wird, durch Eintritt einer größeren Zahl von Personen Einfluss auf vereinsinterne Willensbildungsprozesse und aktuelle vereinsinterne Fragen zu nehmen".

Hintergrund des ungewöhnlichen Vorgehens der Chefetage um Präsident Achim Stocker ist die Bemühung einer Fangruppe, die das Ende der Amtszeit von Finke nach 16 Jahren und die Verpflichtung des neuen Coaches Robin Dutt bei einer Versammlung hinterfragen will.

Spaltung innerhalb des Klubs

Seit der im Dezember des vergangenen Jahres angekündigten Trennung von Finke ist eine Spaltung innerhalb des Klubs sowie der Anhängerschaft in die Lager pro und contra des Trainers zu beobachten. Da das Team seit der Bekanntgabe des Trainerwechsels keine Partie mehr verloren hat und nur noch einen Punkt hinter den Aufstiegsplätzen liegt, mehren sich die Stimmen, die für einen Verbleib Finkes plädieren.

Der Vorstand verdeutlichte in einem Schreiben an die Mitglieder allerdings seine Ansicht, wonach er eine Mitgliederversammlung im Hinblick auf die Trainerfrage für "nicht hilfreich, sondern sogar schädlich" hält. Weiter heißt es in dem Brief: "Sowohl unsere Satzung wie auch die Vorgaben der DFL legen fest, dass die Entscheidung über den Trainer allein und ausschließlich eine Angelegenheit des geschäftsführenden Vorstands ist."

© SID

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