Fußball 2.Bundesliga
Zweitligist Jena trennt sich von Trainer Neubarth

Die Zusammenarbeit zwischen Zweitligist FC Carl Zeiss Jena und Trainer Frank Neubarth ist beendet. Als Nachfolger sind der Ex-Aachener Michael Frontzeck sowie Peter Neururer die heißesten Anwärter.

Frank Neubarth ist nicht länger Trainer beim Zweitligisten FC Carl Zeiss Jena. Gerade fünf Monate nach seinem Einstieg und trotz toller Erfolgsserie nebst Klassenerhalt in der Vorsaison verabschiedete sich der ehemalige deutsche Nationalspieler bereits am Montagmittag wieder von seinen Spielern bei den Thüringern.

"Die aktuelle Situation hat uns gar keine andere Wahl gelassen", begründete Jenas Vereinspräsident Rainer Zipfel die bereits am Wochenende erwartete Trennung. Jena war nach einem Remis und vier Niederlagen auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Zipfel: "Die Entscheidung hatte ausschließlich sportliche Gründe und tut weh. Schließlich haben wir doch gerade noch gemeinsam den Klassenerhalt gefeiert."

Frontzeck und Neururer die heißesten Nachfolge-Kandidaten

Der Klub-Chef kündigte an, bis zum Mittwoch einen "namhaften Nachfolger" präsentieren zu wollen und bestätigte Verhandlungen mit zwei Kandidaten. Heißer Trainer-Tipp im Paradies-Park ist offenbar Michael Frontzeck, der am 20. Mai bei Alemannia Aachen zurückgetreten war. "Ich möchte das nicht kommentieren. Weder in die eine, noch in die andere Richtung", sagte Frontzeck am Rande eines Golfturnieres in der Nähe von Mönchengladbach auf sid-Anfrage. Außerdem fiel in Jena auch der Name von Peter Neururer. Am Montag übten die Profis unter Anleitung von Co-Trainer Olaf Holetschek.

Neubarths Scheitern beim FC Carl Zeiss war zu einem großen Teil hausgemacht. Nachdem erst am letzten Spieltag der Vorsaison durch den 2:1-Sieg in Augsburg die Zweitklassigkeit für den damaligen Aufsteiger gerettet wurde, bekam der zunächst als "Retter" gefeierte Neubarth (3 Siege und drei Remis in sechs Spielen) erst viel zu spät seinen neuen Kader zusammen.

Zweite Trainer-Entlassung nach Djuradj Vasic vom SV Wehen Wiesbaden

Bereits in der Vorbereitung wollte der ehemalige Bundesliga-Profi (97 Tore in 317 Spielen für Werder Bremen) und spätere Schalker Bundesliga-Trainer (Juli 2002 bis März 2003) deshalb sein Amt zur Verfügung stellen, wurde dann aber durch spektakuläre Zugänge wie den Tschechen Jan Simak und Ungarns Nationalspieler Sandor Torghelle beruhigt. Einspielen konnte der 44-Jährige das Team nicht. Beim mit 1:2 am Freitag gegen TuS Koblenz verlorenen Heimspiel wirkten Mannschaft und Trainer hilflos.

Mit dem zweiten Trainer-Rauswurf der Zweitliga-Saison (zuvor musste Djuradj Vasic beim SV Wehen gehen) will Zipfel auch die ob der jüngsten Erfolgloskeit aufgebrachten Fans beruhigen. Die sollen auf der Mitgliederversammlung am 29. September die Ausgliederung der Profiabteilung mit Zweidrittel-Mehrheit absegnen.

Das ist die Voraussetzung für den Einstieg einer russischen Sponsorengruppe aus Moskau, die in den nächsten vier Jahren mindestens 20 Mill. Euro in den Verein pumpen will. Allerdings nur, wenn sie in den Besitz von 49 Prozent der Anteile an der neuen Spielbetriebs-Gmbh gelangt, einen eigenen Geschäftsführer bestellen kann und: wenn der FC Carl Zeiss mindestens zweitklassig bleibt.

© SID

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