Fußball
Alemannia im Aufstiegstaumel - Vorfreude in Bochum

Dauerparty bei Alemannia Aachen, Vorfreude beim VfL Bochum und blühende Erstliga-Träume bei Energie Cottbus - schon vor dem Endspurt im Fußball-Unterhaus scheint im Aufstiegskampf alles entschieden.

dpa MüNCHEN. Dauerparty bei Alemannia Aachen, Vorfreude beim VfL Bochum und blühende Erstliga-Träume bei Energie Cottbus - schon vor dem Endspurt im Fußball-Unterhaus scheint im Aufstiegskampf alles entschieden.

„Nach 36 Jahren Diaspora sehen wir jetzt wieder das Licht“, schwärmte Aachens Präsident Horst Heinrichs über die Rückkehr des Traditionsvereins auf die Bundesliga-Bühne. „Jetzt können wir uns endlich wieder mit den Größten messen.“

Durch die Patzer der Konkurrenz hatten die Alemannen schon vor ihrem Spitzenspiel gegen Bochum den Aufstieg perfekt gemacht. „Wahnsinnig, ohne etwas zu tun“, jubelte Torjäger Marius Ebbers über den endlich gelungenen Coup 36 Jahre nach dem Abstieg aus der Bundesliga. „Jetzt lassen wir die Sau raus“, sagte Erfolgstrainer Dieter Hecking. Sollten die Gäste aus Bochum in der Montagspartie ihrerseits den letzten noch zum Aufstieg benötigten Punkt holen, erwartet die Fans am Aachener Tivoli eine doppelte Aufstiegssause.

Während andernorts die Sektkorken knallen, verfällt der TSV 1 860 München nach bisher nur acht Punkten in der gesamten Rückrunde in tiefe Depression. Vor der Saison noch als Aufstiegsfavorit gehandelt, müssen die auch finanziell angeschlagenen „Löwen“ bei nur noch zwei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz im Liga-Finale regelrecht ums Überleben kämpfen. „Das war eine Demütigung“, sagte „Löwen“-Profi Matthias Lehmann nach dem 0:3 bei Erzgebirge Aue. Doch der glücklose Coach Walter Schachner gibt sich kämpferisch: „Ich werde sicher nicht das Handtuch werfen. Ich werde versuchen, das Schiff zu retten.“

Nicht nur Aachen und Bochum, auch der Tabellendritte Energie Cottbus profitierte am 30. Spieltag von den Ausrutschern der Konkurrenten Karlsruher SC (1:1 im Heimspiel gegen Kickers Offenbach) und Spvgg Greuther Fürth (0:1 beim 1. FC Saarbrücken). „Jeder, der lesen kann, weiß, dass wir gute Aussichten haben“, sagte Energie-Trainer Petrik Sander nach dem 2:0-Heimsieg gegen den erneut enttäuschenden Bundesliga-Absteiger Hansa Rostock. Sechs Punkte Vorsprung haben die Lausitzer nun schon vor ihren Verfolgern, am kommenden Spieltag steht das Aufstiegsduell in Fürth an.

Wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet hat sich bereits der SC Freiburg: Der Bundesliga-Absteiger kam bei LR Ahlen über ein torloses Remis nicht hinaus und hat nun schon sieben Punkte Rückstand auf Cottbus. „Die Qualität war nicht da, deshalb müssen wir das Ergebnis respektieren“, klagte Freiburgs „Trainer-Dauerbrenner“ Volker Finke. Für die Ahlener rückt der Klassenverbleib ebenso in immer weitere Ferne wie für die Sportfreunde Siegen, die gegen den SC Paderborn mit 0:2 verloren.

Ansonsten sorgt aber gerade der Kampf um den Klassenverbleib für Spannung: Durch den Sieg gegen Fürth konnte Saarbrücken die Abstiegsplätze wieder verlassen, Dynamo Dresden holte beim 1:1 bei der Spvgg Unterhaching zwar einen Punkt, hat aber schon vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Mit dem vierten Auswärtssieg machte Eintracht Braunschweig beim 2:1 bei Wacker Burghausen den Klassenverbleib schon vier Spieltage vor Schluss so gut wie perfekt.

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