Fußball Bundesliga
Aufsteiger KSC mit Favoritenbürde gegen Hertha

Wenn zum Auftakt des 14. Spieltags der Karlsruher SC heute Hertha BSC empfängt, gehen die Badener als Favorit in die Partie. Die Berliner beklagten sich unterdessen über die frühe Ansetzung nach der Länderspielwoche.

Freitagspiele haben wegen ihrer Atmosphäre einen besonderen Reiz, doch Hertha BSC Berlin ist die Lust darauf erst einmal gründlich vergangenen. Die Terminplanung der Deutschen Fußball Liga (DFL), Hertha trotz seiner zahlreichen Nationalspieler im Länderspieleinsatz bereits heute (20.30 Uhr/live bei Premiere) bei Aufsteiger Karlsruher SC antreten zu lassen, hat beim Hauptstadt-Klub für reichlich Ärger gesorgt.

Gilberto und Mineiro fallen wegen Länderspieleinsatz aus

So waren Gilberto und Mineiro noch Donnerstagfrüh (MEZ) beim 2:1 der brasilianische Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen Uruguay im Einsatz und fallen gegen den KSC definitiv aus. "Beide müssten die Spielvorbereitung im Flugzeug abhalten. Aber ein Trainingslager in der Luft habe ich noch nicht erlebt", flachste Herthas Manager Dieter Hoeneß.

Doch eigentlich ist der 54-Jährige bei dem Thema nicht zu Späßen aufgelegt. Seinen Frust über die Ansetzung hat er der DFL bereits kundgetan. "Ich habe DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus darum gebeten, künftig davon abzusehen, Hertha nach Abstellungsperioden zu Länderspielen am Freitag einzusetzen", sagte Hoeneß und begründete seine Forderung damit, dass Berlin als einziger Bundesligist zwei Stammspieler in der "Selecao" habe. "Er hat mir zugesichert, dies zu berücksichtigen." Es sei unglücklich gelaufen, "aber man muss einen Fehler ja nicht zweimal machen", meinte Hoeneß.

Pantelic verzichtet auf EM-Qualifikation

Ein Berliner Konflikt gar mit der Fifa konnte noch einmal abgewendet werden, da Herthas Top-Stürmer Marko Pantelic (sechs Tore) nach dem Scheitern Serbiens in der EM-Qualifikation auf das nun bedeutungslose Nachholspiel gegen Kasachstan am Samstag verzichtet und stattdessen gegen den KSC auflaufen wird.

Der Manager forderte derweil von seiner Mannschaft, sich vom Theater hinter den Kulissen nicht beeinflussen zu lassen: "Es macht keinen Sinn, jetzt noch lange zu klagen. Wir müssen das Beste aus der Situation machen." Auch Trainer Lucien Favre übte sich in Zweckoptimismus: "Wir haben in den vergangenen Tagen ohne die Nationalspieler gut trainiert und sind bereit."

Beim Gegner aus Karlsruhe wird man die Personaldebatten mit großer Aufmerksamkeit verfolgen. "Hertha ist nur schwer einzuschätzen. Das bezieht sich auf die Form der Mannschaft und darauf, wie sie auflaufen", sagte KSC-Trainer Edmund Becker.

KSC mit Favoritenbürde

Die Badener gehen angesichts von vier Punkten Vorsprung auf den Hauptstadt-Klub als Favorit in die Partie, doch die gestiegenen Ansprüche sind für Becker kein Problem: "Unser Ziel muss es sein, den Dreier zu holen." Man habe durch den guten Start bewiesen, dass man zu Recht aufgestiegen sei, "doch sich darauf auszuruhen, wäre fatal. Wir wollen unser Punktepolster bis zur Winterpause so weit wie möglich ausbauen."

Verzichten muss der KSC allerdings vorerst auf Angreifer Alexander Iaschwili, bei dem Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber besteht.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%