Fußball Bundesliga
Bayern bleibt trotz Nullnummer beim BVB vorne

Tabellenführer Bayern München bekleckerte sich beim 0:0 im Klassiker bei Borussia Dortmund nicht gerade mit Ruhm, bleibt aber auch nach dem elften Spieltag ungeschlagen an der Spitze der Bundesliga.

Mit einem wahren Kraftakt und viel Glück hat Tabellenführer Bayern München seine weiße Weste in der Bundesliga verteidigt, aber dennoch an Vorsprung eingebüßt. Vier Punkte beträgt der Abstand des Rekordmeisters nach dem 0:0 in einem kampfbetonten und emotionsgeladenen Duell mit dem einstigen Erzrivalen Borussia Dortmund auf den Hamburger SV. Damit bleibt die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld seit dem 28. April (1:2 gegen den Hamburger SV) in Pflichtspielen und seit einem halben Jahr in Auswärtsspielen unbesiegt.

Drei Tage nach dem 3:2 bei Roter Stern Belgrad im Uefa-Pokal musste das Starensemble aus München vor 80 708 Zuschauern in der ausverkauften Dortmunder Arena bis ans Limit gehen, blieb aber dennoch das erste Mal in dieser Saison ohne Tor. Von der ersten Minute an präsentierten sich die Westfalen mit schier unbändigem Kampfgeist in einer teilweise verbissen geführten Begegnung und hielten besonders das gefürchtete Sturmduo Miroslav Klose und Luca Toni erfolgreich in Schach.

Nachdem Mladen Petric Bayern-Torhüter Michael Rensing prüfte, war es bezeichnenderweise ein Distanzschuss, der für die größte Bayernchance sorgte. Sowohl Martin Demichelis mit einem Schuss aus 25 Metern sowie Klose im Nachschuss trafen in der 36. Minute nur die Latte des Dortmunder Gehäuses. Die Bayern, die erneut ohne ihren angeschlagenen französischen Superstar Franck Ribery antreten mussten, präsentierten sich zwar mit spielerischen Vorteilen, die jedoch die Dortmunder mit großem Engagement und taktischer Disziplin wettmachten. Allerdings versäumten es die Schwarz-Gelben nach zahlreichen Ballgewinnen im Mittelfeld, mehr Torgefahr zu entfachen.

Im dritten Auswärtsspiel der Bayern innerhalb von neun Tagen scheiterte drei Minuten nach dem Wechsel Nationalspieler Klose freistehend an Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller und gab gleichzeitig den Startschuss für einen offenen Schlagabtausch. Toni sowie auf der Gegenseite erneut Petric, Jakub Blaszczykowski vergaben die Chance zur Führung für den BVB, bevor Kringe (64.) aus spitzem Winkel nur den Pfosten traf.

Mit zunehmender Spielzeit sahen sich die Bayern in die eigene Hälfte gedrängt, und Dortmund erspielte sich weitere hochkarätige Möglichkeiten. Doch mit viel Glück und dank der Unkonzentriertheiten im Abschluss der Dortmunder Offensivkräfte blieb der vorentscheidende Treffer aus. Bei den Bayern, bei denen der 17 Jahre alte Jungstar Toni Kroos, der "Matchwinner" von Belgrad, wieder zum Kader zählte, mussten in der Schlussphase dem kraftraubenden Auftritt in Serbien auf knöcheltiefem Platz Tribut zollen.

© SID

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