Fußball Bundesliga
Berlin beendet alle Hamburger Träume

Mit einem 4:2-Erfolg über den Hamburger SV hat Hertha BSC Berlin alle Meisterschaftsträume der Hanseaten endgültig begraben. Nach der Gelb-Roten Karte gegen "Zecke" Neuendorf drehten die Berliner auf.

Bundesligist Hamburger SV hat den Kampf um die deutsche Meisterschaft endgültig verloren und muss sogar noch um den zweiten Platz zittern. Die Hanseaten unterlagen am vorletzten Spieltag bei Hertha BSC Berlin mit 2:4 (2:1) und mussten nach sechs Siegen in Folge auswärts den Platz erstmals wieder als Verlierer verlassen. Die Tore für die Berliner, die ihre minimale Chance auf den Uefa-Cup wahrten, schossen Andreas Neuendorf (13.), Alexander Madlung (55.), Niko Kovac (69.) und Marko Pantelic (72.). Für den HSV trafen Piotr Trochowski (10.) und Benjamin Lauth (19.).

Im Kampf um Platz zwei kommt es am kommenden Wochenende für die Hamburger im Spiel gegen Werder Bremen zum großen Finale. Hertha BSC Berlin hingegen zeigte sich vier Tage nach der 1:5-Niederlage gegen Bayer Leverkusen gut erholt und kam durch eine enorme Steigerung in der zweiten Halbzeit zu dem verdienten Sieg. Für den Klub aus der Hauptstadt bleibt der HSV der Lieblingsgegner, seit dem 29. August 1997 und nunmehr acht Spielen haben die Berliner zu Hause gegen die Nordlichter nicht mehr verloren.

Vor 74 228 Zuschauern im in dieser Saison erstmals ausverkauften Olympiastadion verabschiedete Hertha vor dem Anpfiff seine scheidenden Spieler Niko Kovac, Oliver Schröder, Thorben Marx, Gerhard Tremmel und Vaclav Sverkos. Wegen einer Verhärtung im Oberschenkel musste Mittelfeldregisseur Yildiray Bastürk erneut passen. HSV-Trainer Thomas Doll musste bis zur 39. Minute auf Abwehrchef Daniel van Buyten verzichten, der nach einem Bänderriss noch nicht hundertprozentig fit war, der wegen einer Verletzung von Khalid Boulahrouz jedoch kurz vor der Pause aufs Feld musste.

Die Gäste aus Hamburg waren im ersten Durchgang die stärkere Mannschaft mit der besseren Spielanlage. Regisseur Sergej Barbarez zog geschickt die Fäden und zwang in der 28. Minute Hertha-Keeper Christian Fiedler per Distanzschuss zu einer Großtat, auch den Abpraller von Ailton wehrte Fiedler mit einem tollen Reflex ab. Hertha wirkte lange Zeit verunsichert und brachte sich durch individuelle Fehler selbst auf die Verliererstraße. Beim 1:0 durch Trochowskis Freistoß aus 25 Metern machte Keeper Fiedler keine gute Figur, dem 2:1 durch Lauth ging ein kapitaler Bock durch Gilberto voraus.

Erst nach dem Wechsel erhöhte Hertha zusehends das Tempo und kam in der 55. Minute durch einen Kopfball von Madlung zum verdienten 2:2. Vier Minuten später schwächte sich Hertha selbst, als Neuendorf wegen einer unnötigen Schwalbe im gegnerischen Strafraum die Gelb-rote Karte sah. Angefeuert von den über 70 000 Zuschauern suchten die Gastgeber aber weiterhin die Offensive und wurden dafür in der 69. Minute belohnt, als der aufgerückte Kovac nach einem Freistoß von Marcelinho per Kopf zum 3:2 einnickte. Drei Minuten später sorgte der Serbe Pantelic für die Vorentscheidung zugunsten der Hausherren.

© SID

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