Fußball Bundesliga
Cottbus hofft auf "Prasnikar-Effekt"

Im heutigen Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt feiert Bojan Prasnikar seinen Einstand als neuer Coach des FC Energie Cottbus. In der zweiten Sonntagspartie des achten Spieltages trifft Hannover auf Duisburg.

Ruhe bewahren ist oberstes Gebot dieser Tage beim Bundesliga-Schlusslicht FC Energie Cottbus. Neu-Trainer Bojan Prasnikar will mit dem anvisierten ersten Saisonsieg die Wende herbeiführen. "Die Spielzeit hat gerade erst begonnen. Mit einem Sieg ist man wieder gut im Rennen", erklärte der Slowene vor seinem heutigen Bundesliga-Debüt im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (17.00 Uhr) im Rahmen des achten Spieltags und versprach: "Alles wird in Ordnung kommen." Außerdem will Hannover 96 gegen den MSV Duisburg seinen Heimkomplex ablegen.

In Cottbus hat unterdessen der Nachfolger des beurlaubten Petrik Sander nach zwei Trainingseinheiten sowie der Analyse des 0:5-Debakels bei Bayern München die Schwachstellen seines Teams ausgemacht: "Die ganze Mannschaft muss kompakter als zuletzt auftreten und mehr mit Kopf spielen."

Taktik und Disziplin als Hauptaugenmerk

Der ehemalige slowenische Nationaltrainer legt sehr viel Wert auf taktische Vorgaben und Disziplin. Zudem will der frühere Stürmer das Cottbuser Image einer "Ekel-Truppe", wie es einst Angreifer Steffen Baumgart selbstironisch gezeichnet hatte, ablegen: "Ich stelle mir vor, dass wir mit spielerischen Mitteln zum Erfolg kommen."

Für den Frankfurter Coach Friedhelm Funkel ist der neue Trainerkollege in der Bundesliga ein unbeschriebenes Blatt: "Den Namen habe ich noch nie gehört." Doch der 53-Jährige befürchtet, dass "die Cottbuser Spieler mehr kämpfen und mehr rennen, um auf sich aufmerksam zu machen."

Die Statistik spricht jedoch für die Hessen: Die Eintracht gewann von den vergangenen vier Gastspielen in Cottbus dreimal ohne Gegentor. Zudem warten die Cottbuser seit zehn Partien auf einen Sieg. Allerdings plagen Frankfurt Verletzungssorgen. So fallen die beiden japanischen Nationalspieler Naohiro Takahara und Junichi Inamoto sowie Alexander Vasoski aus.

Hannover will Fans endlich wieder verwöhnen

Unterdessen plant Hannover im zweiten Sonntagsspiel, die Fans in der heimischen Arena zu verwöhnen. "Wir wollen unseren Zuschauern einen Sieg schenken, damit sie nicht immer zu Auswärtsspielen reisen müssen, um Erfolge zu bejubeln", sagte Trainer Dieter Hecking. In den letzten vier Heimspielen kassierte 96 drei Niederlagen, bei denen die Niedersachsen keinen Treffer erzielten. Hecking hat sogar einen generellen Trend zur Heimschwäche ausgemacht: "Bis auf Bayern München gibt es keinen Bundesligisten, der zu Hause den Gegner nach Belieben beherrscht und aus dem Stadion schießt."

Hannover trifft jedoch auf einen kriselnden Gegner. Fünf Niederlagen aus den vergangenen sechs Partien haben bei den "Zebras" tiefe Spuren hinterlassen. "Wir müssen wieder kompakter auftreten und unsere Chancen besser nutzen", forderte Trainer Rudi Bommer, der trotz der Talfahrt nicht in der Diskussion, sondern kurz vor einer vorzeitigen Vertragsverlängerung steht.

Zerschlagen hat sich dagegen wohl eine Verpflichtung des brasilianischen Weltmeisters Roque Junior. "Das Gesamtpaket stimmt nicht", erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Walter Hellmich. Der zurzeit arbeitslose Roque Junior hätte die Probleme in der Abwehr lösen sollen. So muss der Aufsteiger in Hannover auf Iulian Filipescu, Michael Lamey und wohl auch Fernando verletzungsbedingt verzichten.

© SID

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